Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.09.2015

20:22 Uhr

Musterdepots

Rücksetzer zum Kauf ausgenutzt

Stratege Georgios Kokologiannis hat sein Depot offensiver ausgerichtet. Das neue sogenannte „Sprintzertifikat“ münzt Kurszuwächse des Euro Stoxx 50 in einer vorher festgelegten Spanne dreifach in Rendite um.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

DüsseldorfDie Analysten der französischen Investmentbank Natixis haben eine interessante Studie veröffentlicht, wo sie auf die aktuellen Unternehmensentwicklungen in den wichtigsten Industrieländern eingegangen sind. Beachtlich ist die Profitabilitätsdynamik der Firmen.

Wenn man die Unternehmensgewinne als Prozentteil des jeweiligen Bruttoinlandsproduktes misst, verzeichnen die USA und Deutschland ein stabil hohes Niveau, allerdings ohne merkliche positive Dynamik in den letzten Jahren. Japan und Spanien haben dagegen seit 2009 einen deutlich steigenden Trend ausgewiesen und das absolute Niveau von Deutschland und den USA mittlerweile überholt.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Was die USA jedoch von anderen OECD-Ländern unterscheidet, ist der kontinuierlich niedrige Stand von Cash-Reserven bei den Unternehmen. Dies ist auf hohe Investitionsausgaben zurückzuführen. Gleichzeitig wächst die Arbeitsproduktivität ständig.

Im Klartext heißt das, dass die beiden wichtigsten Faktoren – Arbeit und Kapital – in den USA effizienter eingesetzt werden als in anderen großen Industrieländern. Insgesamt zeigt die Studie, dass die Lage bei den Unternehmensfinanzen und der Firmenprofitabilität in den großen Industrieländern derzeit eher positiv einzuschätzen ist, vor allem in den USA. Die globalen Börsen werden aktuell allerdings von ganz anderen Faktoren dominiert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×