Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.06.2016

20:00 Uhr

Musterdepots

Ruhige Hände vor dem Brexit-Votum

Die Entscheidung der Briten nähert sich. Die Verwalter der Handelsblatt-Musterdepots lässt das kalt. Sie bleiben investiert – und wagen den Blick nach Japan.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die jüngst veröffentlichten Daten zum japanischen Wachstum im ersten Quartal 2016 sind signifikant besser ausgefallen als erwartet. Im Vergleich zum Vorquartal stieg das Bruttoinlandsprodukt immerhin um 0,5 Prozent, die Jahresrate lag bei 1,9 Prozent.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Nicht wenige hatten im Quartalsvergleich sogar mit einem Rückgang gerechnet. Auch die für das Wachstum entscheidende Komponente, der private Verbrauch, wurde zuvor eher kritisch gesehen. Jetzt zeigt sich, dass die gestiegenen Realeinkommen offenbar doch Wirkung entfalten.

Die Steigerung war mit 0,6 Prozent zwar nicht wirklich stark, da sich die Preissteigerungsrate jedoch gefährlich nahe der Nulllinie aufhält war diese Steigerung augenscheinlich ausreichend. Noch im vierten Quartal 2015 war die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent gesunken und die Gefahr einer technischen Rezession hing wie ein Damoklesschwert über dem Land der aufgehenden Sonne.

Darüber hinaus kann die aktuelle japanische Regierung bei aller begründeten Kritik an ausbleibenden Reformen auch eine deutliche Belebung der Industrieproduktion und eine klare Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit japanischer Unternehmen auf der Habenseite verbuchen. Insbesondere die Gewinne der exportorientierten Firmen haben sich spürbar erhöht und die Margen verbessert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×