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09.03.2014

10:38 Uhr

Musterdepots

Russland-Krise als Einstieg

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine trübt die Märkte. Daniel Hupfer sieht im eingebrochenen russischen Aktienmarkt eine Chance für spekulative Strategien. Und Alexander Kovalenkenko schaut sich in Italien um.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

DüsseldorfDie Unsicherheit an den Kapitalmärkten bleibt zunächst bestehen, denn die Nachrichtenlage aus der Ukraine ist nach wie vor ernst. Beide Seiten, scheint es, haben sich positioniert, ein Ausweg aus dem Konflikt ist daher vorerst nicht erkennbar. Insgesamt ist die Reaktion der Aktienmärkte auf diese Krise bis dato sehr verhalten.

Die amerikanischen Indizes bewegen sich weiter auf historischen Höchstständen. In Europa sind die Börsen etwas unter Druck geraten, allerdings ist von Krisenpanik derzeit nichts zu spüren. Einzig der russische Aktienmarkt ist deutlich eingebrochen. Mittlerweile liegen die Indizes hier in Euro betrachtet bis zu 20 Prozent im Minus.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der schwache Wechselkurs des russischen Rubel macht in etwa die Hälfte der negativen Wertentwicklung aus. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von vier bis fünf sind die Aktienmärkte in Russland zurzeit sehr günstig. Aufgrund der geopolitischen Risiken mit offenem Ausgang eignen sich Investments derzeit aber nur für spekulative Anleger.

Die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten in den USA mit einem Zuwachs von 175.000 Stellen bestätigt den leichten US-Konjunkturaufschwung. In Deutschland wuchs das produzierende Gewerbe im Januar um 0,8 Prozent.

Dabei dürfte das milde Wetter in Deutschland eine entscheidende Rolle gespielt haben. Unsere Wachstumsprognose von 2,3 Prozent für die deutsche Wirtschaft in 2014 sehen wir mit diesen Zahlen bestätigt. Vor diesem Hintergrund bleiben wir bei unserer positiven Meinung zum Aktienmarkt.

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