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22.04.2014

21:01 Uhr

Musterdepots

SAP bleibt unter Beobachtung

In der aktuellen Berichtssaison hat bei den Dax-Konzernen bisher nur SAP Einblick in die Geschäftslage gewährt – aber die Erwartungen verfehlt. Für das Privatbank-Depot bleibt die Aktie trotzdem attraktiv.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Etwa zwei Drittel der Unternehmen, die in der gerade angelaufenen Bilanzsaison in Europa schon Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt haben, präsentierten enttäuschende Zahlen. Bei den Dax-Konzernen hat bisher zwar erst SAP Einblick in die Geschäftslage gewährt – aber ebenfalls die Erwartungen verfehlt. Kein gutes Omen. Doch Fundamentales wird derzeit am Aktienmarkt ausgeblendet. Das wird nicht ewig so bleiben.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ich stocke daher den Bestand an einem meiner Reverse-Bonuszertifikate auf (WKN: CB4S3R). Es entwickelt sich während der Laufzeit tendenziell spiegelverkehrt zum deutschen Leitindex. Gegen Abwärtsphasen der Aktienmärkte ist es völlig immun. Daher eignet es sich dazu, um zwischenzeitliche Verluste anderer Depotpositionen zu kompensieren.

Damit erziele ich einen Ertrag von etwa zehn Prozent solange der deutsche Leitindex bis Mitte Dezember nie auf 10.750 Punkte klettert. Das entspricht umgerechnet einer jährlichen Rendite von über 15 Prozent. Erst wenn der Dax die Barriere von 10750 Zählern knackt, wird die neue Position zum Verlustbringer.

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