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08.05.2016

18:40 Uhr

Musterdepots

Schlechte US-Konjunktur? Kein Problem.

Die US-Wirtschaft hat in April besonders wenige neue Jobs geschaffen. Kein Grund zur Sorge, meint „Handelsblatt”-Autor Daniel Hupfer. Er schaut lieber auf einen anderen Indikator.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

DüsseldorfDer US-Arbeitsmarktbericht für den Monat April hat die Erwartungen etwas enttäuscht. So wurden nur 160.000 neu Stellen geschaffen, dies ist der geringste Zuwachs seit sieben Monaten. Die Arbeitslosenquote lag mit fünf Prozent auf einem unverändert niedrigen Niveau. Die Zahlen geben aus unserer Sicht keinen wirklichen Anlass zur Sorge, da die statistische Zuverlässigkeit dieses Berichtes ohnehin gering ist.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Positiv zu Buche schlägt die Tatsache, dass sich der Anstieg der Stundenlöhne etwas beschleunigt hat, sodass der US-Konsument zukünftig etwas mehr Geld in der Tasche haben wird. Die Aktienmärkte reagierten dennoch mit Abschlägen auf diese Zahlen. Da zuletzt die Mehrzahl der US-Wirtschaftsdaten schlechter als erwartet ausgefallen ist, gibt es angesichts der vergleichsweise hohen Bewertung von US-Aktien derzeit kaum neue Kaufargumente, neue Höchstkurse sind somit nicht wahrscheinlich.

Bei der Betrachtung verschiedener Anlageklassen fällt auf, dass die Börsianer in vergangenen Tage eher in einem „risk-off“-Modus waren. Es wurden sichere Staatsanleihen gegenüber Aktien bevorzugt und Gold verteuerte sich weiter. Auch hier bewirkten die Arbeitsmarktzahlen einen kurzfristigen Kurssprung von mehr 15 USD je Unze. Seit Jahresbeginn verteuerte sich das Edelmetall auf USD-Basis um mehr als 20%.

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