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23.06.2015

19:23 Uhr

Musterdepots

Schwacher Euro - gute Konjunktur

Alexander Kovalenko beschäftigt sich mit dem Einkaufsmanagerindex, während Georgios Kokologiannis mit einem Zertifikat auf den Dax die maximale Rendite einfährt. Daniel Hupfer verrät, warum er europäische Bonds mag.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der aktuelle Einkaufsmanagerindex für die Eurozone ist im Juni positiv ausgefallen. Das vom Forschungsinstitut Markit veröffentlichte Barometer ist auf 54,1 Punkte gestiegen und hat somit den höchsten Stand seit etwa vier Jahren erreicht. Ein Wert von über 50 Zählern bedeutet ein Wachstum im Vergleich zum Vormonat. Der Index wird auf Basis einer Umfrage unter rund 4000 Unternehmen erstellt und gilt als ein relativ zuverlässiger Frühindikator.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die aktuellen Umfrageergebnisse deuten auf steigende Wirtschaftsdynamik in Spanien und Italien hin. Die zwei größten Volkswirtschaften der Eurozone – Deutschland und Frankreich – haben ebenfalls gut abgeschnitten. Dies ist vor allem bei Frankreich eine positive Überraschung, denn das Land hat mit einigen strukturellen Problemen zu kämpfen und konnte bisher keine nennenswerten Erfolge aufweisen.

Die Ökonomen sehen in erster Linie den schwachen Euro sowie gesunkene Energiepreise für einen Aufschub der Eurozone-Wirtschaft verantwortlich. Die beiden Faktoren scheinen in der Lage zu sein, eine gesunkene Nachfrage auf europäische Exportgüter aus Schwellenländern – zum Beispiel Russland oder China – zu kompensieren.

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