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04.04.2016

20:02 Uhr

Musterdepots

Schwacher Start ins neue Aktienjahr

Die Musterdepotstrategen ziehen nach dem ersten Quartal dieses Jahres Bilanz. Georgios Kokologiannis investiert mit Rabatt in den amerikanischen Aktienmarkt und setzt dabei auf einen schwächer werdenden Euro.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtMit dem Kauf eines defensiven Anlagepapiers reduziere ich die Cashquote. Ich investiere in Discountzertifikate auf den S&P 500, die einen um rund acht Prozent rabattierten Einstieg in den US-Aktienmarkt ermöglichen (WKN: VS9D59). Gleichzeitig erzielen die Produkte auch dann eine Rendite von umgerechnet mehr als siebeneinhalb Prozent per annum, wenn der Wall-Street-Index bis März 2017 nur noch auf der Stelle tritt. Dieser Ertrag liegt genau im für das Musterdepot festgelegten Renditekorridor von sechs bis acht Prozent Ertrag pro Jahr.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ganz bewusst wurde eine Variante ohne Währungsabsicherung gewählt. Eine Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar wird so eins zu eins in zusätzliche Depot-Rendite umgemünzt. Die Chancen dafür stehen meiner Einschätzung nicht schlecht. Ich gehe davon aus, dass die Euro-Aufwertung der vergangenen Wochen auf mehr als 1,14 US-Dollar inzwischen an ihre Grenzen stößt. Vor allem Spekulationen darüber, dass die US-Notenbank länger als ursprünglich vom Markt erwartet bis zur nächsten Leitzinserhöhung warten wird, hatten dem Wechselkurs Auftrieb verliehen.

Doch die Europäische Zentralbank steht offenbar bereit, schon bald die nächste Stufe ihrer geldpolitischen Lockerung zu zünden – und damit die Gemeinschaftswährung zu schwächen: Zum Wochenstart sagte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet, dass die Währungshüter auch weiterhin alles tun werden, um die Inflation anzuheizen. Selbst ein negativer Leitzins in der Euro-Zone scheint mittlerweile denkbar zu sein.

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