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13.12.2015

19:12 Uhr

Musterdepots

„Schwankungen gibt es auch 2016“

Wächst die Wirtschaft im kommenden Jahr – oder gleitet sie doch in eine Rezession? Unser Autor Daniel Hupfer will beides nicht ausschließen. Anleger sollten sich daher auf ein turbulentes Jahr 2016 einstellen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Auf das Phänomen deutlicher Kursschwankungen an den Kapitalmärkten müssen sich Anleger auch im neuen Jahr einstellen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass das von uns erwartete Konjunkturszenario zwar ein moderates Wirtschaftswachstum unterstellt, der Sicherheitsabstand vor einem möglichen Abgleiten in eine neue Rezession aber weiterhin gering ist. Da es auch 2016 wieder Phasen mit enttäuschenden Wirtschaftsdaten geben wird, dürfte dies ähnlich wie 2015 und in den Jahren zuvor den Blick auf die Frage lenken, ob sich der seit 2009 zu beobachtende Aufschwung vielleicht doch nicht fortsetzt.

Nicht zuletzt die verbreite Denkweise, dass nach sieben Jahren ein Zyklus schon häufig zu Ende gegangen ist, könnte diese Sorge verstärken. Schließlich währt keine Börsenhausse ewig, sodass gemessen an der Historie die Befürchtung naheliegt, dass der Kurserholung schon bald die Luft ausgehen könnte.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aus heutiger Sicht halten wir diese Annahme aber für wenig stichhaltig. Wirtschaftliche Aufschwünge wurden in der Vergangenheit fast immer durch eine restriktive Wirtschaftspolitik und/oder durch exogene Schocks beendet, wie beispielsweise die Ölpreiskrisen der 1970er und 1980er Jahre. Der Aufschwung, den die Weltwirtschaft seit dem Jahr 2009 erlebt hat, ist jedoch so schwach verlaufen, dass die Notenbanken bislang nicht gezwungen waren, darauf mit einer restriktiveren Geldpolitik zu reagieren.

Ganz im Gegenteil, die Geldpolitik ist in den vergangenen Jahren immer expansiver geworden. Und auch von der Fiskalpolitik werden 2016 weniger bremsende Effekte ausgehen als in den Vorjahren, sodass wir es für wahrscheinlich halten, dass dieser Konjunkturzyklus eine längere Lebensdauer haben wird als die sonst oft üblichen sieben Jahre.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.12.2015, 10:57 Uhr

Ob die Wirtschaft wächst oder eine Rezession kommt, ist mir völlig schnuppe.

Wer wie ich, seit über 50 Jahren in Aktien investiert, natürlich nur in die internationalen Prämiummarken, den interessieren solche Wasserstandsmeldungen nicht.
Man freut sich über die Dividende und bei Schwäche wird nachgekauft.

Ich mache nie Verluste.

Denn nur wer Verluste realisiert der macht Verluste, und ich verkaufe nie etwas.

Die Anlage in Aktien ist alternativlos, ob der Dax bei 3.000 oder 30.000 steht, ist mir völlig egal.

D A N K E HBO, dass man wenigstens hier mal wieder einen Kommentar schreiben darf, das vermisse ich doch sehr!

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