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02.12.2015

20:37 Uhr

Musterdepots

„Schwankungen sind vorprogrammiert“

Die Stimmung unter Anlegern ist angespannt. Nicht nur sendet die EZB am Donnerstag wichtige Signale bezüglich der Geldpolitik. Auch die nächste Sitzung der Fed rückt näher. Manche Anlageklassen geraten unter Druck.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die amerikanischen Aktienmärkte sind mit einem deutlichen Plus in den Dezember gestartet. Schwache US-Konjunkturdaten belasteten nur kurz. So ist der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe auf 48,6 überraschend stark gefallen und liegt damit unter der wichtigen Marke von 50. Die großen US-Indizes liegen nunmehr allesamt knapp unter ihren historischen Höchstständen. Die Stimmung unter den Marktteilnehmern ist dennoch derzeit sehr angespannt, denn mit der EZB-Sitzung am Donnerstag und den anstehenden Arbeitsmarktdaten werden marktbewegende Nachrichten veröffentlicht.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zudem rückt die Sitzung des US-Notenbank immer näher, wo mittlerweile über 70 Prozent der Volkswirte einen ersten Zinsschritt erwarten. Mit diesen Ereignissen ist Volatilität in den kommenden Tagen in vielen Anlageklassen vorprogrammiert. Wir rechnen nach wie vor mit festeren Kursen an den Aktienmärkten in den verbleibenden Wochen des Jahres und sind entsprechend positioniert.

Nach dem deutlichen Anstieg der Aktienmärkte in den vergangenen Wochen ist allerdings eine temporäre Verschnaufpause möglich. Je nach Ausgang der heutigen EZB-Sitzung könnte eine Konsolidierung aber für einen Aktienzukauf genutzt werden. Unsere Aktienquote liegt aktuell bei etwa 73 Prozent, so dass wir noch ein bisschen Luft hätten, für ein oder zwei weitere Positionen im Aktienbereich.

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