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19.02.2014

18:47 Uhr

Musterdepots

Schwellenländer-Krise ade?

Nach den jüngsten Turbulenzen ist der Verkaufsdruck auf die Schwellenländer  erst einmal abgeklungen. Daniel Hupfer mahnt dennoch zur Vorsicht. Auch Georgious Kokologiannis sieht weiterhin große Gefahren.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Oftmals wird über Investments gesprochen, die bereits getätigt wurden. Die Arbeit im Portfoliomanagement besteht aber auch darin, sich gegen etwaige Investments zu entscheiden bzw. das richtige Timing zu treffen. Daher findet nur der geringste Teil der potentiell interessanten Wertpapiere den Weg in unser Portfolio. So verhält es sich in der aktuellen Phase auch mit möglichen Investitionen in den Emerging Markets.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sicherlich gehören Aktien oder Anleihen aus dieser Region in ein gut diversifiziertes Portfolio, allerdings sprechen wir uns im Moment dagegen aus, da seit Jahresbeginn die Krisen in den Wachstumsmärkten gezeigt haben, wie empfindlich diese auf jegliche externe Effekte (politische und wirtschaftliche) reagieren. Allerdings sollte man nicht alle Schwellenländer über einen Kamm scheren, sondern versuchen zu differenzieren. So weist beispielsweise der chinesische Aktienmarkt ein interessante Bewertungsniveau auf. Nun ist es erforderlich, den richtigen Einstiegszeitpunkt für diesen Markt zu finden.

Wir legen momentan bei der Betrachtung von denkbaren Investments in Schwellenländern daher unseren Fokus auf nur wenige Emerging Markets. Wie bereits erwähnt sehen wir Möglichkeiten in China oder bspw. auch Mexiko. Dagegen erscheinen Investitionen in Staaten wie der Türkei oder Brasilien verfrüht. Hier sollten Anleger die weitere Entwicklung abwarten. Zwar könnten die Börsen dieser Länder schon ein Stück einer erwarteten Beruhigung vorweggenommen haben, bevor wir investiert wären, dennoch verzichten wir bewusst auf solche Pioniergewinne und würden uns erst in diese Märkte begeben, wenn sich die Lage nachhaltig entspannt hat.

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