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13.08.2015

18:32 Uhr

Musterdepots

Schwellenländer: vom Tiger zum Kätzchen

Nicht nur China, auch andere Schwellenländer bereiten Sorgen. Daniel Hupfer sieht den Zeitpunkt zum Umsatteln gekommen. Und Alexander Kovalenko erklärt, wie viel man riskieren muss, um seine Anlageziele zu erreichen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Wir haben gestern in unserem Depot den iShares Emerging Markets Bonds ETF veräußert. Wir konnten mit dem Verkauf einen Gewinn in Höhe von etwa 15 Prozent realisieren. Aufgrund der weiteren Abschwächung der konjunkturellen Frühindikatoren in vielen Schwellenländern, insbesondere in Brasilien, China und Russland halten wir das Segment der Schwellenländeranleihen für weniger attraktiv.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aufgrund der besonders schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in Brasilien, Russland und Südafrika haben die Ratingagenturen sogar bereits Downgrades angekündigt, womit zusätzlicher Druck auf die Anleihemärkte entstehen sollte. Darüber hinaus könnte die bevorstehende Zinserhöhung in den USA die bereits eingesetzten Abflüsse aus den Emerging Markets beschleunigen und für weiteren Verkaufsdruck sorgen. Der Verkauf unseres Schwellenländeranleihen-Exposure erfolgt daher jetzt, bevor aus oben genannten Gründen das Umfeld schwieriger wird.

Den Verkaufserlös belassen wir zunächst auf dem Konto. Zur Wiederanlage kommen Anleihen aus verschiedenen Segmenten in Betracht, die wir derzeit prüfen. Unsere Aktienquote liegt derzeit bei etwa 70 Prozent. Veränderungen wollen wir trotz der Turbulenzen an den Devisenmärkten derzeit nicht vornehmen. Das restliche Kapital haben wir am Anleihemarkt investiert. Auch wenn hier unsere Erwartungshaltung an die zu erzielende Rendite deutlich abgesunken ist, halten wir einen positiven Performancebeitrag von 2-3 Prozent in diesem Jahr für erzielbar.

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