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16.09.2014

22:00 Uhr

Musterdepots

Schwellenländer werden wieder interessant

Die Schwellenländer haben turbulente Zeiten hinter sich. Doch nun könnte ein Investment wieder lohnen – so sieht es jedenfalls Musterdepot-Autor Daniel Hupfer. Wie die anderen Autoren die Börsenlage einschätzen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

In den Schwellenländern nimmt die konjunkturelle Bodenbildung aus unserer Sicht Formen an. Viele Frühindikatoren deuten derzeit darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum in den kommenden Quartalen wieder anziehen sollte. Regional bevorzugen wir derzeit den asiatischen Raum, da hier die Konjunkturdynamik derzeit am höchsten ist. Derzeit investieren wir über börsengehandelte Fonds im asiatischen Raum, da wir hierdurch eine breite Streuung erzielen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der iShares MSCI Far East ex Japan Small Cap ETF bietet Zugang zu kleineren Unternehmen aus dieser Region. Zu den Top-Positionen gehören das singapurische Immobilienunternehmen Suntec Real Estate, der Einzelhändler Esprit Holdings mit Sitz in Hongkong sowie Melco International, ein Anbieter von diversen Dienstleistungen wie Tourismus, Immobilieninvestments, Restaurants et cetera, ebenfalls aus Hongkong. Das höchste Ländergewicht hat Taiwan mit etwa 22,5 Prozent. Danach kommen Korea (19 Prozent) sowie Hong Kong und China mit jeweils etwa 16 Prozent.

Unter den BRIC-Ländern halten wir Russland, trotz sehr niedriger Bewertungsniveaus des Aktienmarktes, aufgrund der Ukraine-Krise derzeit für nicht investierbar. In Brasilien gefällt uns die aktuelle Konjunkturentwicklung nicht, so lag die Industrieproduktion zur Jahresmitte auf dem niedrigsten Niveau seit fünf Jahren. Es bleibt abzuwarten, ob der Ausgang der Präsidentschaftswahlen am 5. Oktober dem Land neuen Schwung verleihen wird.

Kommentare (1)

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Herr Carsten Härtl

17.09.2014, 12:14 Uhr

Hat Herr Herr Hupfer Probleme mit der Wirtschaftsgeographie Asiens? Oder gibt es bei M.M. Warburg keinen Internetzugang? Warum werden dem potentiellen Kunden alen Ernstes 2 reiche, hypermoderne Diensleistungsmetroplen (Hongkong, Singapur)sowie 2 spätreife High-Tec-Industrienationen (Südkorea, Taiwan) als "Schwellenländer" verkauft? Was haben die alle nach Daten- & Faktenlage mit den Schwellenländern BRICS & co. gemeinsam? Nichts!

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