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14.11.2016

18:09 Uhr

Musterdepots

Schwere Zeiten für Schwellenländer-Aktien

Georgios Kokologiannis warnt vor Investitionen in Aktien aus Schwellenländern, Sönke Niefünd schaut sich Unternehmensanleihen genauer an und Alexander Kovalenko analysiert Japans Wirtschaftswachstum. Die Musterdepots.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtBereits im September wurde an dieser Stelle vor neuen Investitionen in Aktien der Schwellenländer gewarnt. Beim Blick auf die Entwicklung an den Börsen der Emerging Markets sehe ich mich in meiner Vorsicht bestätigt: Mehr als sieben Prozent hat der weltweit meistbeachtete Sektorindex MSCI EM seitdem eingebüßt. Zuvor hatten die Notierungen im Jahresverlauf deutlich zugelegt und Anleger an die vermeintlichen Zukunftsmärkte lockte. Rund 20 Milliarden US-Dollar flossen seit Anfang Januar allein in börsengehandelte Indexfonds (ETF), die sich auf Schwellenländer-Börsen konzentrieren.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch während Optimisten zuletzt wegen steigender Rohstoffpreise und positiverer Erwartungen an die wirtschaftliche Dynamik der Schwellenländer zum Einstieg geblasen haben, war für mich die protektionistische Rhetorik beider US-Präsidentschaftsanwärter das maßgebliche Gegenargument. Und vor allem diese Furcht vor Handelsbarrieren und Kapitalabzug lässt nun tatsächlich die Kurse sinken. Wirklich überraschen sollte das eigentlich keinen Fachmann. Schließlich ist das Wachstum der Schwellenländer in den vergangenen zwei Dekaden durch den Wegfall von Handelshemmnissen und die Globalisierung angefacht worden.

Und genau dagegen wettert der designierte neue US-Präsident Donald Trump bereits seit langem. Stark gelitten haben nach dem Wahlsieg des umstrittenen Milliardärs die Börsen der Länder, die bisher außergewöhnlich viel in die USA exportiert haben – allen voran Mexiko, das mehr als vier Fünftel seiner gesamten Ausfuhren in das Nachbarland liefert.

Auch China dürfte maßgeblich von den in Aussicht gestellten Weichenstellungen in der US-Handelspolitik betroffen sein: Rund 18 Prozent der chinesischen Exporte wurden bisher von den USA abgenommen.

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