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16.03.2014

13:50 Uhr

Musterdepots

Showdown auf der Krim

Weltweit sorgt der Konflikt um die Krim für Kursstürze. Am Sonntag stimmen deren Bewohner über den Anschluss an Russland ab. Spitzt sich die Lage weiter zu, droht ein Kurssturz, vermutet Alexander Kovalenko.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Obwohl die Nachrichtensender und Zeitungen in Deutschland in den letzten Tagen auf den ersten Seiten überwiegend über einen bestimmten Steuerhinterziehungsprozess berichtet haben, bleibt die Lage um die Ukraine und um die Krim das schärfste geo- und weltpolitische Thema.

Je näher das umstrittene Referendum rückte, desto nervöser wurden die Finanzmärkte und ihre Teilnehmer. Der russische Aktienmarkt notiert auf dem tiefsten Stand seit fast fünf Jahren, aber auch europäische und US-amerikanische Investoren sind stark verunsichert.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das Ergebnis der Volksabstimmung auf der Krim spielt eigentlich keine große Rolle mehr, es ist im Voraus allen klar, wie es ausfallen wird. Entscheidend ist, dass das Referendum ohne beidseitige Provokationen und ohne Blutvergießen verläuft.

Die Krim ist von so einer extrem großen geopolitischen und militärischen Bedeutung für Russland, dass Wladimir Putin mit aller Kraft die Abspaltung der Krim durchsetzen wird. Die Ukraine selbst kann militärisch kaum Paroli bieten, es kommt also verstärkt darauf an, wie die EU und vor allem die USA vorgehen.

Den Wikifolio-Tradern gelingt es oft gerade an schwierigen Börsentagen den Markt zu schlagen. Laut einer Analyse können sie dank ihrer Flexibilität kurzfristig auf jeweilige Ereignisse reagieren und setzen in solchen Situationen verstärkt auf Short-Instrumente. Auf diese Weise können die Risiken begrenzt und sogar Profite realisiert werden. 

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