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14.10.2014

19:42 Uhr

Musterdepots

Sicher durch die Dax-Rally

Die Stimmung am Aktienmarkt ist gedrückt: Die jüngsten Daten deuten auf eine Abschwächung des deutschen Wirtschaftswachstums hin. Die Musterdepots-Experten wissen Rat – mit einem Schutz vor weiteren Rückschlägen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die heute bekannt gegebenen ZEW-Daten deuten auf eine weitere Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Deutschland hin. So sinkt der Erwartungswert des ZEW erstmals seit 2012 wieder unter die Nulllinie, und auch die aktuelle Lage wird wesentlich schlechter eingeschätzt. Wie schnell die Stimmung wechselt, ist schon sehr erstaunlich.

So wurde erst zu Beginn des Jahres neue Stimmungshoch markiert. Danach wurden die Werte mit jeder Umfrage pessimistischer. Diese Entwicklung wird eine Diskussion hervorrufen, die sich mit der Frage beschäftigt, ob die deutsche Wirtschaft nur eine Wachstumsdelle erleidet oder in eine Rezession abgleiten wird. Wir beantworten diese Frage für uns momentan mit der ersten Antwort.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Eine schwächere Phase des Wachstums wird durch eine Vielzahl anderer Indikatoren gestützt. Dagegen ist eine Rezession doch eher unwahrscheinlich. Somit werden wir für unser Portfolio ein Augenmerk auf die aktuelle Berichtssaison werfen. Erfüllen die Unternehmen nicht die Erwartungen oder senken den Ausblick für die kommenden Quartale, werden wir unsere Aktienengagement weiter reduzieren.

Der Rentenmarkt hat einen Teil dieser Entwicklung bereits vorweggenommen. Die Renditen verharren weiterhin auf rekordverdächtigen Niveaus. Die zehnjährigen Bundesanleihen haben heute einen neuen Tiefststand mit einer Rendite von 0,854 Prozent pro Jahr markiert. Die Spreads der Unternehmensanleihen bleiben auch konstant niedrig. Dies signalisiert zumindest, dass die Anleger nicht von einer spürbaren Eintrübung bei den Unternehmensgewinnen ausgehen.

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