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26.02.2014

20:07 Uhr

Musterdepots

Spekulation gegen den Strom

Aktuelle Stimmungsumfragen zeigen: Die Skepsis der Marktteilnehmer über die künftige Wertentwicklung der Aktienmärkte wächst. Daniel Hupfer sieht die negative Stimmungslage allerdings als ein Signal für neue Zukäufe.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Stärke der Aktienmärkte in den vergangenen Tagen ist schon beeindruckend. Der amerikanische S&P500 ist nach der kleinen Korrektur wieder zurück auf den Höchstständen. Auch der Dax ist nur noch knapp von den All-time-highs von Mitte Januar entfernt. Vor dem Hintergrund weniger guter Konjunkturdaten aus den USA und einer durchwachsenen Unternehmens-Berichtssaison in Europa zeigen die Märkte damit eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit. Dabei wird die Skepsis der Marktteilnehmer über die zukünftige Wertentwicklung der Aktienmärkte immer größer.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sentimentumfragen zeigen hier derzeit ein eindeutiges Bild. Aus unserer Sicht ist die negative Stimmung ein Kontraindikator. Letztendlich heißt dies doch, dass viele Marktteilnehmer sich schon entsprechend vorsichtig positioniert haben. Das Überraschungspotential sollte somit eher auf der positiven Seite liegen.

Die Aktien von Merck KGaA sind nach der Meldung, dass der Finanzvorstand das Unternehmen verlässt und als CEO zu Lanxess geht, deutlich eingebrochen. Allein an einem Tag verlor die Aktie über 10 € an Wert. Im Rahmen der leichten Konsolidierung des Aktienmarktes betrug der Kursabschlag auf der Merck Aktie sogar über 20 €. Mittel- bis langfristig werden aus unserer Sicht die Aktienkurse aber von fundamentalen Nachrichten geprägt, so dass wir den Kursabschlag aufgrund einer Nachricht für übertrieben halten. Aktuell hat die Aktie bereits einen großen Teil des Kursabschlags wieder aufgeholt. Im Chartverlauf zeigt sich aber weiterhin eine große Kurslücke, die bei Kursen um 132 € wieder geschlossen wäre. Wir halten dies in den kommenden Wochen für möglich und bleiben daher weiter positioniert.

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