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15.02.2015

12:07 Uhr

Musterdepots

Spiel mit dem Feuer

Vor einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone sollen die EU-Staaten zittern - zumindest, wenn es nach den griechischen Politikern geht. Unsere Autoren nehmen die Drohungen gelassen. Daniel Hupfer kontert mit Fakten.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Das Spiel, das die griechische Regierung spielt, ist ein Spiel mit dem Feuer. Die Verhandlungsposition ist dabei relativ einfach und besteht darin, dem Rest der Eurozone mit den möglichen negativen Konsequenzen eines „Grexit“ zu drohen. Wenn Griechenland, so anscheinend die Überlegung, schon keinen eigenen positiven wirtschaftlichen Beitrag für die Eurozone durch einen Verbleib in der Währungsunion leisten kann und will, dann sollen wenigstens die anderen zittern, wenn es um die Frage der Zugehörigkeit zum Euroraum geht.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Schließlich sei der Euro „instabil wie ein Kartenhaus. Wenn man die griechische Karte herauszieht, werden die anderen zusammenfallen“, so der griechische Finanzminister in einem Interview. Fakt ist, dass man sich mit derartigen Aussagen keine Freunde macht, weder in Portugal oder Italien, die nach Ansicht der griechischen Regierung zu den weiteren Wackelkandidaten gehören, noch in Deutschland. Vor allem Berlin wird für die ökonomische Misere der letzten Jahre verantwortlich gemacht, schließlich sei die Austeritätspolitik der Grund für den sich fortsetzenden wirtschaftlichen Niedergang des Landes und den damit verbundenen unaufhaltsamen Anstieg der Staatsverschuldung.

Denn trotz des ersten Schuldenschnitts im Jahr 2012 ist die Schuldenquote von damals 112 auf 175 Prozent angestiegen. Deswegen müsse Schluss mit dem Sparen sein, Schluss mit den Reformen, Schluss mit der Beaufsichtigung durch die Troika. Dass einzig allein die Griechen selber beziehungsweise die griechischen Regierungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte für die Misere verantwortlich sind, geht leider in der aktuellen Diskussion häufig unter.

Kommentare (1)

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Jupp Zocker

16.02.2015, 07:20 Uhr

Und schon wieder ein Reverse Bonus. Das hätten Sie auch mal bei 12.000 kaufen können. Seit wieviel Tausend Punkten warten Sie auf eine Gelegrnheit normale ETFs und Aktien zu kaufen, Herr Redakteur? 8.300 war Ihnen nicht tief genug.

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