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13.04.2015

19:17 Uhr

Musterdepots

Stahlindustrie bietet Chancen

Eine stramme Konjunktur und die Euro-Schwäche treiben die Stahlhersteller an. Das freut besonders Alexander Kovalenko. Er profitiert über den österreichischen Stahlproduzenten Voestalpine am Aufschwung der Branche.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, hat sich auf der Hannover Messe positiv im Hinblick auf die Perspektiven der deutschen Stahlindustrie geäußert. Der schwache Euro sowie andere konjunkturelle Rahmenbedingungen würden sich stimulierend auf die Nachfrage nach Stahl auswirken.

Sehr wichtig für die Branche sei die Erholung der Automobilindustrie, denn die Autobauer und ihre Zulieferer sind extrem wichtige Abnehmer der Stahlprodukte. Darüber hinaus befanden sich die Lagerbestände der Kunden auf niedrigem Niveau, was ein weiteres Potential für das zweite Halbjahr berge.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der positive Ausblick sorgte für einen freundlichen Tageshandel bei den deutschen Stahlwerten, wie zum Beispiel Thyssen Krupp oder Salzgitter. Die Aktie des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine, welche sich in unserem Musterdepot befindet, konnte ebenfalls von der aufhellenden Stimmung in der europäischen Stahlindustrie profitieren und legte bis zu 2,5 Prozent zu.

Voestalpine gehört zu den führenden europäischen Stahlunternehmen und betreibt, wie auch andere Vertreter der Branche, ein stark zyklisches Geschäft. Die Aktie ist laut unserer Analyse stark unterbewertet und dürfte von der konjunkturellen Erholung und wachsender Zuversicht überproportional profitieren.

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