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18.09.2014

21:41 Uhr

Musterdepots

Star-Investor setzt auf fallende US- Kurse

Beim Blick in die USA wird Georgios Kokologiannis deutlich: Die Zahl der Börsenpessimisten wird immer weniger. Gleichzeitig glaubt Daniel Hupfer an die Stärke des Dollar. Deswegen setzt er auf US-Aktien.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die Pessimisten an der Wall Street haben mittlerweile offensichtlich kapituliert. Laut einer aktuellen Erhebung bezeichnen sich nur noch etwa 13 Prozent der befragten US-Investoren als „Bären“ – so wenige wie seit rund 27 Jahren nicht mehr. Hintergrund:  Schon mehr als 2000 Tage befindet sich der S&P 500 mittlerweile im Hausse-Modus und hat in dieser Zeit seinen Wert fast verdreifacht. Seit Ende der 1920er-Jahre hat der US-Leitindex nur drei noch länger anhaltende Rally-Phasen erlebt.

 

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zudem ist die letzte Korrektur des Börsenbarometers um mindestens zehn Prozent über 1070 Tage her. Eine längere Aufwärtsperiode ohne solch einen Rücksetzer gab es nur ein einziges Mal: Zwischen Juli 1984 und August 1987 wurde der bis heute gültige Rekord von 1127 Tagen aufgestellt. Die wenigen verbliebenen Skeptiker bauen auch darauf, dass die Zeit allmählich überreif ist für den Bruch der jüngsten Positivserien.

Star-Investor George Soros etwa hat in seinem Hedge-Fonds vor kurzem gigantische Short-Bestände aufgebaut, mit denen sich auf fallende Börsenkurse spekulieren lässt. Das zeigen jetzt veröffentlichte Dokumente, die von institutionellen Investoren in den USA vierteljährlich an die US-Börsenaufsicht gemeldet werden müssen: Mit 2,2 Milliarden US-Dollar bildenden Put-Optionen auf einen S&P500-Indexfons Ende Juni die größte Einzelposition im „Quantum Fund“.

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