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20.11.2014

08:00 Uhr

Musterdepots

Startschuss für eine neue Rally?

Wohin steuern die Aktienmärkte? Die Musterdepot-Experten sind geteilter Meinung. Einen ermunternden Anhaltspunkt gibt allerdings die 200-Tage-Durchschnittslinie, die bald von unten nach oben durchbrechen könnte.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Nun rückt für Anhänger der Charttechnik wieder die 200-Tage-Durchschnittslinie in den Vordergrund. Anhand dieser Linie, gebildet aus den Kursen der vergangenen 200 Handelstagen, können Anleger quasi den Durchschnittspreis eines Handelsjahres ablesen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In der aktuellen Situation steht der deutsche Leitindex kurz davor, die Linie von unten nach oben zu durchbrechen. Solch ein Ausbruch bedeutete in der Vergangenheit oft den Startschuss für eine lang anhaltende Aufwärtsbewegung. Das war beispielsweise 2010 und 2012 der Fall. Damals wurde mit dem Durchkreuzen der Line eine zweijährige Hausse eingeleitet.

Doch Anleger sollten in diesen Tagen lieber vorsichtig sein. Denn die 200-Tagelinie bewegt sich – im Gegensatz zu den Situationen vor vier und zwei Jahren – seit längerer Zeit seitwärts. In solchen Fällen kann der Dax längere Zeit um diesen Durchschnitt schwanken, ohne dass ein neuer Trend entsteht.

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