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12.06.2014

19:55 Uhr

Musterdepots

Steigt der Dax weiter an oder fällt er?

Analysten geben zu dieser Frage unterschiedliche Antworten. Auch die Autoren der Musterdepots sind sich nicht einig. Um in dieser schwierigen Marktphase dennoch Profite zu erzielen, wird zu Stahlwerten tendiert.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Laut Analystenschätzungen sollte die Nachfrage auf dem europäischen Stahlmarkt 2014 moderat um zwei bis drei Prozent wachsen. Das sieht den auf ersten Blick ziemlich unspektakulär aus, stellt aber einen deutlichen Fortschritt zu den vergangenen zwei Jahren dar, in denen die Nachfrage noch gesunken ist. Sie liegt noch etwa 25 Prozent unter dem Niveau von 2007. Die europäische Stahlindustrie hat sich dementsprechend nach der Finanzkrise 2008 bisher nicht wirklich erholt.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Es sind immer noch zu viele Überkapazitäten auf dem Markt, die unter anderem die Stahlpreise und somit auch die Profite von stahlproduzierenden Unternehmen stark unter Druck setzen. Die Produzenten versuchen sich anzupassen, indem sie massive Kostenreduktionsprogramme durchziehen. Obwohl es kurzfristig keine explosionsartigen Verbesserungen auf dem Markt geben sollte, glauben wir an eine mittelfristige Erholung der globalen sowie europäischen Stahlindustrie.

Die aktuellen Bewertungen bieten derzeit noch gute Einstiegsopportunitäten. So notiert unser Aktienkernportfolio-Mitglied Voestalpine noch rund 50 Prozent unter dem Kurs von 2007. Der österreichische Konzern führt umfangreiche Effizienzsteigerungsprogramme durch und expandiert auf vorteilhafte Produktionsstandorte (zum Beispiel in den energiekostengünstigen USA). Mit dem Kurs-Buchwert-Verhältnis leicht über eins sowie einem Kurs-Cash-Flow-Verhältnis bei fünf notiert die Aktie aktuell deutlich unter ihrem fairen Wert.

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