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07.10.2015

21:06 Uhr

Musterdepots

Stimmung an den Märkten hellt sich auf

Negativmeldungen aus China hatten die internationalen Aktienmärkte verunsichert. Doch eine harte Landung der Wirtschaft im Reich der Mitte ist unwahrscheinlich, meint Daniel Hupfer.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Gestern hat der deutsche Leitindex Dax erstmals seit etwa vier Wochen wieder die Marke von 10.000 Punkten erreicht. Seit dem Jahrestiefstand vom 29. September bei 9.325 Punkten konnten die deutschen Schwergewichte damit wieder über sieben Prozent zulegen. Insgesamt scheint sich die sehr schlechte Stimmung an den internationalen Aktienmärkten derzeit wieder etwas aufzuhellen. So führen aktuell die zuletzt stark abgestraften Sektoren Grundstoffe, Öl, Gas und auch der Automobilsektor die Gewinnerlisten unter den Branchen an. Damit keimt zumindest etwas Hoffnung auf, dass die negative Berichterstattung der Sommermonate über die schwächelnde chinesische Wirtschaft von den Investoren etwas zu negativ interpretiert worden ist. Auch wenn die Sorgen um den Zustand der chinesischen Konjunktur nicht unbegründet sind, halten wir eine harte Landung der Wirtschaft im Reich der Mitte für unwahrscheinlich.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Schwäche Chinas wirkt sich vor allem auf Asien selbst und auf andere Schwellenländer aus, die intensive Handelsbeziehungen zu China haben. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass China mittlerweile viele Anstrengungen unternommen hat, um das eigene Wirtschaftswachstum zu stärken. Seien es Zinssenkungen, geringere Mindestreserveanforderungen an die Banken oder der Beschluss, zusätzliche fiskalpolitische Maßnahmen zu ergreifen. Noch zeigen die Konjunkturdaten nicht, dass sich diese Maßnahmen positiv auf die Gesamtwirtschaft auswirken. Doch rechnen wir damit, dass es im Laufe der nächsten Monate zu einer Stabilisierung bei den chinesischen Konjunkturdaten kommt.

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