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06.01.2016

17:32 Uhr

Musterdepots

Strategien gegen die Seitwärtsbewegung

Die Weltbörsen sind nervös. Wie lässt sich also noch Geld verdienen? Unsere Experten stellen ihre Strategien zum Jahresstart vor.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Seit mittlerweile anderthalb Jahren befindet sich der Dax unter dem Strich in einer Seitwärtsbewegung. Nachhaltig Geld verdienen lässt sich in so einer Marktphase nur mit speziellen Anlageinstrumenten – oder aktivem Portfoliomanagement. Konkret: in Euphoriephasen an der Börse die Investitionsquote zurückfahren.

 

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Fundamental betrachtet sehe ich auf den Dax bezogen diesen Bereich – wie schon seit Anfang 2014 immer wieder erläutert – oberhalb von etwa 10.700 Punkten. Übertreibt es der Leitindex nach unten, heißt es dagegen: Positionen aufstocken. Hier beginnt der entsprechende Bereich meinen Berechnungen zufolge etwa tausend Punkte tiefer und sollte in den kommenden Wochen erneut angesteuert werden.

Für eher fallende Notierungen spricht derzeit auch die Psychologie der Anleger: Darauf deuten etwa Indikatoren des Analysehauses Sentix. Es untersucht regelmäßig die Stimmung der Investoren und zieht daraus Schlüsse für die Entwicklung an den Finanzmärkten.

 

Das Grundvertrauen der Anleger in die Aktienmärkte der wichtigsten Wirtschaftsregionen habe zuletzt einen heftigen Dämpfer erhalten, schreiben die Fachleute in einer aktuellen Studie. Die „strategische Zuversicht“ in deutsche Aktientitel sei auf ein 52-Wochentief gefallen. Das sei ein negatives Zeichen.

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