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17.02.2015

19:59 Uhr

Musterdepots

Taktgeber USA gerät ins Stocken

Die richtungsweisende Wall Street befindet sich auf einem Konsolidierungskurs. Der Dax dürfte laut Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis davon beeinflusst werden. Die Wachstumschancen sind begrenzt.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Des eine Freud ist des anderen Leid: Während die aktuelle Euro-Schwäche den Optimisten als zentrales Kaufargument für europäische Akten dient, leiden in den USA die Unternehmen im Gegenzug unter der Dollar-Aufwertung. Nach Angaben der DZ Bank setzt die Stärke der US-Währung ausgerechnet den großen börsennotierten Firmen an der Wall Street besonders zu.

Das liege daran, dass die Gesellschaften im Leitindex S&P 500 jeden dritten Dollar Umsatz außerhalb der USA erzielten und daher deutlich stärker unter der Aufwertung des Greenbacks litten als die US-Wirtschaft insgesamt, die nur jeden zehnten Dollar im Ausland umsetzt. Die Folge: Reihenweise reduzierten Wall-Street-Konzerne zuletzt ihre Gewinnerwartungen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch die Gewinnschätzungen der Analysten für den S&P 500 befinden laut der DZ Bank seit geraumer Zeit im Sinkflug. Sollte der Revisionstrend in den kommenden Wochen anhalten, könne das Gewinnwachstum für das Gesamtjahr 2015 erstmalig seit 2009 wieder negativ ausfallen.

Dies dürfte neben dem Ende des Anleihekaufprogramms der US-Notenbank maßgeblicher Grund dafür sein, dass die Aktiennotierungen an der Wall Street unterm Strich seit dem vergangenen Spätherbst nahezu auf der Stelle treten. Da die US-Börsen wichtigster Taktgeber für die Aktienmärkte weltweit sind, werden sich auch Dax & Co. nicht dauerhaft von dieser Entwicklung abkoppeln können.

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