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19.01.2017

19:15 Uhr

Musterdepots

Trügerische Ruhe

Anleger scheinen derzeit ziemlich sorglos zu sein. Der VDax, der anzeigt, wie stark die Märkte schwanken, notiert so tief wie seit Jahren nicht mehr. Warum Georgios Kokologiannis gerade jetzt empfiehlt, sich abzusichern.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Mit den steigenden Börsenkursen nimmt auch die Sorglosigkeit der Investoren zu. So signalisiert der VDax, der als Gradmesser für die Schwankungsstärke und damit Nervosität am Markt gilt, derzeit tiefste Entspannung: Er notiert mit nur noch etwa 14,6 Punkten so tief wie zuletzt vor mehr als 28 Monaten.

Chancen bietet dies Anlegern, die dem allgegenwärtigen Optimismus nicht ganz trauen: Mit Hilfe von Optionsscheinen können sie ihr Depot momentan besonders günstig gegen Börsenunfälle schützen. Denn je niedriger die Volatilität ist, desto preiswerter sind die Produkte in der Regel zu haben.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Eine neunzigprozentige Absicherung einer Dax-Position mit Put-Optionsscheinen bis Mitte des Jahres kostet momentan beispielsweise knapp anderthalb Prozent der Anlagesumme. Gerade für vorsichtige Anleger, kann sich diese Versicherungsprämie durchaus lohnen.

Hintergrund: 9.752 Dax-Punkte. So lautet im Schnitt die Prognose von 23 Banken für den tiefsten Stand, auf den der deutsche Aktienindex bis Ende dieses Jahres mindestens einmal zurückfallen wird. Einzelne Institute rechnen sogar mit einem Sturz auf bis zu 9.000 Punkte.

Da aber Analysten aktuellen Erhebungen zufolge seit mindestens 15 Jahren im Schnitt meist zu positive Jahresprognosen veröffentlichen, könnten auch 2017 die Aktienkurse tiefer nach unten ausschlagen als es sogar die Pessimisten erwarten.

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