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12.02.2017

18:35 Uhr

Musterdepots

Trump-Euphorie nutzen

Depotstratege Alexander Kovalenko erkennt im Aktienkernportfolio eine signifikante Unterbewertung. Sönke Niefünd befasst sich mit den positiven Effekten seit dem Amtsantritt von Donald Trump. Die Musterdepots.

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

Die Ankündigung „phänomenaler Steuerpläne“ von Donald Trump beflügelt weltweit die Börsen, der Dax notiert um 11.700 Punkte – wir lassen Gewinne laufen.

Im Roche Holding Genussschein sind wir in unserem Musterdepot investiert. Nachdem Aktien der Pharmabranche nach kritischen Äußerungen des amerikanischen Präsidenten bei der „Trump-Rally“ zunächst nicht dabei waren, hat sich der Kurswert von Roche aktuell um 3,5 Prozent gegenüber dem Jahresultimo 2016 verbessert.

Sönke Niefünd

Der Anleger Niefünd

Das Anlageziel besteht darin, nachhaltig zu investieren und dabei einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen. Dazu werden je nach Einschätzung der Wirtschafts- und der Börsenaussichten Wertpapiere erworben und veräußert. Dabei wird besonders auf die Risikostreuung geachtet.

Der Stratege Niefünd

Unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien der Themengebieten Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance), auch ESG-Ansatz genannt. Das Mandat wird aktiv gemanagt, gleichzeitig werden jedoch strategisch langfristig Positionen gehalten. Wir verfolgen die Umsetzung der „Politik der ruhigen Hand“. Es werden Fonds, ETFs und Einzeltitel gekauft, die unseren Kriterien erfüllen. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt in den Themengebieten innerhalb der 4 Säulen Wirtschaftliches, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Ansatz). Ausgewählte Wertpapiere haben in jedem Bereich mindestens 65 Punkte von 100 Punkten im Bereich der Nachhaltigkeit. Zudem kommen Negativkritieren und ein Best-in-Class Ansatz bei der Einzeltitelauswahl zum Tragen.

Die Regeln Niefünd

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Sönke Niefünd hat allerdings zum 1. August 2016 das Depot von Daniel Hupfer von der M.M. Warburg übernommen. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der Schweizer Pharmakonzern erwartet für das laufende Jahr ein weiteres solides Wachstum, beim Umsatz dabei ein Plus im unteren bis mittleren einstelligen Bereich, beim Konzerngewinn eine Steigerung um fünf Prozent. Auch wenn Analysten diese Prognosen eher konservativ bewerten und auch eine höhere Dividendenzahlung erwartet hätten, bestechen allein zwei Fakten: Aufgrund einer hervorragenden Produktpipeline ist Roche bei über 20 Prozent der für die Menschheit wichtigsten Medikamente vertreten und Roche erhöht im 30. Jahr in Folge (!) die Dividendenzahlung – auf nunmehr 8,20 Schweizer Franken (Dividendenrendite 3,6 Prozent).

Wir sehen noch deutliches Potential für 2017 und bleiben investiert. Roche dürfte in den nächsten fünf Jahren eine führende Rolle bei einer möglichen Konsolidierung innerhalb der Pharmabranche einnehmen und bietet unter Nachhaltigkeitsaspekten folgende gute ESG-Werte.

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

13.02.2017, 12:33 Uhr

@Depot Kokologiannis
"Wer braucht noch professionelle Geldverwalter?" fragen Sie zurecht. Fakt ist, dass rund 90 % der aktiv gemanagten Aktienfonds hinter ihrer benchmark zurückbleiben. Auch in Phasen einer Baisse haben aktiv gemanagte Fonds gegenüber ETFs keinen Vorteil. Das liegt daran, dass sich die Fondsmanager stets sehr eng an ihrer benchmark orientieren. Diese ist natürlich stets zu 100 % investiert. Der DAX besteht zu 100 % aus Aktien und beinhaltet überhaupt keine Kassenhaltung. Die Schlußfolgerung ist einfach: Wenn Sie Phasen einer Baisse ohne größere Verluste überstehen wollen, müssen Sie Ihre Fonds oder ETFs rechtzeitig selbst verkaufen.

Beim Thema "Risiko des Anlegers" vermisse ich, dass die drei Verwalter eines Musterdepots immer wieder einmal auf den "finanziellen Einsatz" eingehen. Der Risikogedanke ist am einfachsten am Roulette-Spiel zu verdeutlichen. Die Frage ist, ob ich am Spieltisch nur mein Taschengeld einsetze oder Haus und Hof.

Die Frage lautet somit überhaupt nicht, ob ich Aktien haben will oder nicht. Die einzig sinnvolle Frage ist, welche Aktienquote will ich fahren? Dem Herdentrieb zu folgen, ist keine Lösung. Man muß in der Lage sein, das Risiko selbst einzuschätzen. Beispiel gefällig? Dass Donald Trump ein großes politisches und wirtschaftliches Risiko ist, weiß eigentlich jeder. Die gemeinsame Überschrift der drei Beiträge der Musterdepotverwalter lautet "Trump Euphorie nutzen". Ich verstehe darunter, dass ich die hohen Kurse der Trump Euphorie nutze, um Gewinne mitzunehmen und die Aktienquote stark herunter zu fahren.

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