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06.02.2017

18:21 Uhr

Musterdepots

Trumps Politik beflügelt den Goldpreis

Werden sich die Anleger vor den Wahlen Mitte März in den Niederlanden und Anfang April in Frankreich zurückhalten? Musterdepotstratege Georgios Kokologiannis sieht deswegen nur noch begrenztes Aufwärtspotential.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtUnter verstärkte Beobachtung gestellt habe ich die Reverse-Bonuszertifikate auf den Euro Stoxx 50 (WKN: PB3CJE). Mit diesen speziellen Anlageprodukten habe ich seit Juni vergangenen Jahres renditeträchtig darauf gesetzt, dass der europäische Aktienindex nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial besitzt.

Falls der Euro Stoxx bis Mitte kommenden Monats weiterhin stets unter 3 450 Punkten bleiben sollte, steigt der bisher erreichte Ertrag von knapp elf auf dann rund 15 Prozent. Andernfalls aber droht ein zweistelliges Minus. Und der Abstand zur relevanten Schwelle ist auf unter sieben Prozent geschrumpft.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sollte das Risiko eines Barrierenbruchs demnächst deutlich zunehmen, werde ich diese Position voraussichtlich vorzeitig verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Aktienkurse in Europa bis Mitte März nochmal kräftig anziehen, halte ich allerdings für gering.

Vor allem angesichts der am 15. März anstehenden Parlamentswahlen in den Niederlanden dürften sich Investoren mit Neuengagements zurückhalten. Dort liegt die Euro-kritische Freiheitspartei in Umfragen vorn.

Auch die Präsidentenwahl in Anfang April/ Ende Mai in Frankreich dürfte Börsianern schon im Vorfeld Kopfzerbrechen bereiten. Die Chefin der rechtsnationalen Partei Front National, Marine Le Pen, hat gute Chancen die Wahlen für sich zu entscheiden. Ein Sieg von Le Pen würde die Zukunft der Europäischen Union infrage stellen.

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

07.02.2017, 16:03 Uhr

@Depot Kokologiannis

So,so. Wieder einmal Kummer und Sorgen. Dieses Mal wegen der Wahlen in den Niederlanden und Frankreich. Aber wenn wir schon einmal über Gefahren reden, dürfte der Protektionismus von Donald Trump ein unvergleichlich höheres Gewicht haben. Einfuhrzölle der USA führen wahrscheinlich zu einem Handelskrieg und zu einer Weltrezession.

Aber die Frage ist, was die Börsianer aus all den vielen Risiken machen. Kaufen sie vielleicht put-Optionsscheine? Falsch geraten. Das Börsensprichwort heißt "climbing against a wall of mischief", wobei man "mischief" vielleicht mit "Unheil" übersetzen könnte. Sie sehen, Börsianer sind nicht ängstlich, sondern zuversichtliche Leute.

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