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18.06.2015

20:28 Uhr

Musterdepots

Tschüss, Deutsche Post!

Daniel Hupfer trennt sich von der Aktie der Deutschen Post, allerdings nur mit einem kleinen Gewinn. Alexander Kovalenko setzt unterdessen weiterhin auf Stahlwerte. Voestalpine trotze den Marktschwankungen besonders gut.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Wir haben uns gestern von den Aktien der Deutschen Post mit einem kleinen Gewinn unter Berücksichtigung der Dividende getrennt. Nachdem sich die Post-Aktie in den Jahren 2013 und 2014 insgesamt weit besser als der Dax entwickelt hat, hat sich das Sentiment trotz guter Geschäftsaussichten eingetrübt. Belastend wirkt sich aus, dass das globale Wirtschaftswachstum weiterhin recht verhalten ist, insbesondere in Asien haben sich die Wachstumsraten abgeschwächt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Hinzu kommt der derzeitige Verdi-Streik, dem sich gestern die Gewerkschaft DPVKOM angeschlossen hat. Auch wenn die Wachstumsaussichten der Deutschen Post für die kommenden Jahre über das Paketgeschäft nach wie vor sehr solide sind, liegt die Aktie mit einem Minus von rund 5 Prozent seit Jahresbeginn in diesem Jahr auf Platz 27 von 30 Dax-Werten; berücksichtigt man die Dividendenzahlung verringert sich das Minus auf etwa 2 Prozent.

Den Verkaufserlös halten wir zunächst als Cash-Position. In den kommenden Tagen und Wochen dürften sich aufgrund der volatilen Aktienmärkte interessante Einstiegsmöglichkeiten ergeben, die wir dann prüfen werden. Mit den gestrigen Äußerungen der IWF-Direktorin Christine Lagarde, dass Griechenland im Falle einer Nichtzahlung der gebündelten Kredite zum 30. Juni die Insolvenz drohe, ist nun auch der Zeitraum einer Einigung mit der Troika festgezurrt worden.

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