Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.05.2015

19:29 Uhr

Musterdepots

Überraschungen zählen

Wenn sich die Berichtssaison in den USA ihrem Ende nähert, wird es Zeit für Daniel Hupfer Bilanz zu ziehen. Zwar konnte die Masse der Werte im S&P 500 positiv überraschen. Doch das Strategen-Augenmerk liegt woanders.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die großen Unternehmen aus den USA wissen erneut positiv zu überraschen: Für das erste Quartal berichteten bislang 435 Unternehmen aus dem S&P 500, davon übertrafen 308 die Gewinnschätzungen der Unternehmensanalysten. Dies entspricht einem Surprise-Ratio von 71 Prozent und liegt im Rahmen der vorhergehenden Quartale. Auffallend ist, dass Unternehmen aus den Sektoren Telekommunikation, Versorger und Finanzdienstleister höhere Gewinne als erwartet berichten konnten.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Diese Sektoren erzielen unseren Berechnungen nach einen weit unterdurchschnittlichen Anteil ihrer Umsätze und Gewinne im Ausland, so dass sie von der Stärke des US-Dollar nur wenig betroffen werden. Zukünftig dürfte es für die US-Unternehmen schwieriger werden, ihre rekordhohen Gewinnmargen zu halten. Die wirtschaftlichen Bedingungen bleiben – trotz zuletzt schwächerer Konjunkturdaten – insgesamt unterstützend für die Unternehmen, der starke US-Dollar und moderat steigende Löhne bei gleichzeitig fallender Produktivität dürften dagegen den Druck auf die Margen erhöhen.

Angesichts der hohen Bewertungen von US-Unternehmen bestätigen wir unsere Einschätzung, dass europäische Aktien das größere Potenzial aufweisen. So haben wir zuletzt unser Engagement im US-Aktienmarkt etwas reduziert. Dieses liegt aktuell noch bei etwa 16 Prozent. Im Gegenzug haben wir die Quote der europäischen Dividendentitel erhöht. Unsere Gesamtaktienquote liegt derzeit bei 71 Prozent. Nach wie vor räumen wir den Aktienmärkten das höchste Wertsteigerungspotenzial unter den Anlageklassen ein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×