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24.08.2015

19:59 Uhr

Musterdepots

„Unsicherheit könnte noch einige Tage anhalten“

Die dramatischen Kursverluste am Montag haben die Musterdepots durcheinander gewirbelt. Die Autoren sind jedoch unterschiedlicher Meinung, was die Aussichten der künftigen Börsenentwicklung betrifft. Die Thesen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

An den internationalen Aktienmärkten herrscht nach den Kursverlusten der vergangenen Tage mittlerweile nur noch Panik. So beschleunigte sich der Kursrutsch im gestrigen Handelsverlauf nochmals deutlich. Längst kommen auch Aktien unter Druck, die von den aktuellen Wachstumssorgen in China kaum direkt betroffen sind. Zwar führten auch gestern die Rohstoffunternehmen die Verliererliste an, allerdings gaben die Versorger und Telekommunikationsunternehmen ebenfalls deutlich ab.

Beide Branchen haben einen hohen Anteil an regionalem Geschäft. Insgesamt halten wir ein solches Ausmaß an Kursverlusten für fundamental kaum zu rechtfertigen. Die Wirtschaft dies- und jenseits der Atlantiks läuft nicht auf Hochtouren, aber sie wächst.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die korrespondierenden Unternehmensgewinne sind auf einem hohen Niveau. So berichteten die europäischen Unternehmen für das zweite Quartal die besten Ergebnisse seit einigen Jahren. Wir verfallen vor diesem Hintergrund nicht in Panik. Dennoch könnte die aktuelle Phase der Unsicherheit noch einige Tage anhalten.

Die Wertentwicklung in unserem Portfolio hat sich in den vergangenen Tagen kräftig reduziert. Aktuell liegen wir seit Jahresanfang noch leicht im Plus. Die zweistelligen Zugewinne gehören aber erst einmal der Vergangenheit an. Trotz der Unsicherheiten und der hohen Volatilität halten wir an unserer Aktiengewichtung von etwa 66 Prozent fest. Auch wenn der Erwerb von einigen Aktien auf dem reduzierten Kursniveau bereits attraktiv erscheint, halten wir unser Pulver zunächst noch trocken.

Kommentare (1)

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Juan Garcias

25.08.2015, 09:29 Uhr

Lieber Herr Kokologiannis,

jetzt haben Sie schon wieder ein mit Verlust realisiertes Zertifikat einfach ausgebucht und verschwiegen. Wieviel Tausend Miese hat das HVB 10400er Bonus-Zertifikat gebracht? Warum bleibt es unerwähnt? Das ist keine ausgeglichene Berichtserstattung nur über die Gewinne und Chancen zu schreiben.

Bitte holen Sie das nach und zeigen bitte auch den Verlust im Ergebnis an.

Danke
JG

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