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30.10.2015

11:57 Uhr

Musterdepots

Unsicherheit überall?

Die letzten Monate waren schwierig, sowohl wirtschaftlich als auch politisch. In der globalen Welt hängt alles zusammen – Überall nehmen die Unwägbarkeiten zu. Musterdepotstratege Daniel Hupfer spannt den roten Faden.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die deutsche Wirtschaft sieht sich derzeit vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt. Sei es die schwächere Konjunktur in vielen Schwellenländern, der ungebremste Zustrom an Migranten oder der Abgasskandal bei Volkswagen, der den einen oder anderen Beobachter schon zu einem Abgesang auf die gesamte deutsche Exportwirtschaft veranlasste: Die Unsicherheiten, wie sich diese veränderten Rahmenbedingungen auf die Gesamtwirtschaft auswirken, haben deutlich zugenommen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Vor allem das nachlassende Wirtschaftswachstum in China hat während der Sommermonate zu einer hitzigen Diskussion darüber geführt, wer die Hauptleidtragenden einer solchen Entwicklung sind. Zweifelsohne sind die Länder am stärksten betroffen, die einen intensiven Handel mit China betreiben. Dies sind – wenig überraschend – vor allem asiatische Länder, deren regionale Nähe zu China ihnen in den letzten Jahren zu einem zum Teil steilen wirtschaftlichen Aufschwung verholfen hat.

Umgekehrt sind Länder wie Singapur, Südkorea oder Malaysia nun auch diejenigen, die unter der Schwäche Chinas am stärksten leiden. Da China bei den wichtigsten Industriemetallen, wie Eisenerz, Aluminium, Kupfer und Nickel mittlerweile mehr als 50 Prozent der gesamten globalen Nachfrage auf sich vereint, leiden auch Länder, die zu einem großen Teil Rohstoffe exportieren, überdurchschnittlich unter dieser Entwicklung. Hierzu gehören beispielsweise Russland und Brasilien, aber auch viele andere lateinamerikanische Länder wie Chile, Peru und Bolivien. Unter den „großen“ Industrieländern gibt es zwei, die besonders viel Handel mit China treiben: zum einen Japan, zum anderen Deutschland.

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