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14.09.2015

19:27 Uhr

Musterdepots

Unsicherheit vor der Fed-Sitzung lähmt die Börsen

Die wirtschaftliche Lage in den Schwellenländern kühlt sich ab. Auch die Rohstoffpreise sinken. Vor diesem Hintergrund scheint eine Zinserhöhung der US-Notenbank und damit das Einläuten der Zinswende mehr als fraglich.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die laufende Woche sollte mit dem US-Zinsentscheid an Spannung kaum zu überbieten sein. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit gemäß der Marktteilnehmer für eine Zinserhöhung beim Fed-Treffen am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche auf nur noch 28 Prozent gefallen. Ende August hatte diese noch bei knapp 38 Prozent und Mitte August sogar noch bei etwa 50 Prozent gelegen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Seit dem letzten Treffen der US-Notenbank haben die US-Aktienbörsen deutlich Federn lassen müssen, zudem sind die Rohstoffpreise weiter rückläufig gewesen und die wirtschaftliche Lage in den Schwellenländern hat sich zunehmend abgekühlt.

Vor diesem Hintergrund scheint eine Zinserhöhung und damit das Einläuten der Zinswende mehr als fraglich. Mittlerweile mehren sich aber die Stimmen, die die laufende Woche, ähnlich wie seinerzeit die Diskussion um Griechenland, endlich hinter sich haben wollen, damit die Unsicherheit beseitigt wird.

Wir halten das Risiko für deutliche Kursverluste an den internationalen Aktienmärkten bei einem Zinschritt für überschaubar. So haben viele Investoren bereits in den vergangenen Wochen ihre Risikopositionen deutlich abgebaut und entsprechende Portfoliosicherungen vorgenommen. Einige Sentimentauswertungen zeigen aktuell zudem eine besonders ausgeprägte Risikoaversion, was den Verkaufsdruck deutlich verringern sollte.

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