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06.04.2014

14:44 Uhr

Musterdepots

Unternehmen taktieren vor US-Berichtssaison

Vor dem Beginn jeder US-Berichtssaison wiederholt sich ein Prozedere: Die Unternehmen betreiben „Erwartungsmanagement“ und schrauben ihre Gewinnprognosen nach unten. Auch diesmal scheinen Analysten darauf reinzufallen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Auch diesmal wiederholt sich ein typische Prozedere vor der anstehenden US-Berichtssaison. Die Unternehmensanalysten äußern sich vorsichtig und revidieren ihre Gewinnprognosen nach unten. Werden dann die tatsächlichen Zahlen veröffentlicht, überraschen diese dann meist zu mindestens zwei Dritteln positiv.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch diesmal scheinen die Analysten auf die Unternehmen wieder „reinzufallen“, denn die Gewinnprognosen für das erste Quartal 2014 sind in den vergangenen Wochen massiv nach unten angepasst worden. Mittlerweile wird erwartet, dass die Ergebnisse des ersten Quartals nicht nur unter denen des Vorquartals liegen werden, sondern auch unter den Ergebnissen der Quartale zwei und drei des vergangenen Jahres. Auch wenn der Wintereinbruch in den USA zu Beginn des Jahres die Unternehmen behindert hat, halten wir einen derartigen Einbruch, wie ihn die aktuellen Prognosen verheißen, für sehr unwahrscheinlich. Von daher sollte es den Unternehmen wieder einmal mehrheitlich gelingen, die prognostizierten Gewinne zu übertreffen.

Trotz der vergleichsweise hohen Bewertung dürfte der US-Aktienmarkt von den zu erwartenden positiven Überraschungen profitieren. Aus diesem Grund halten wir ein Aktienmarktexposure in den USA nach wie vor für sinnvoll. Aktuell halten wir Aktien von Cognizant, US Bancorp und Procter&Gamble und darüber hinaus einen ETF von iShares auf den S&P500. Insgesamt beträgt unser US-Anteil am Gesamtportfolio etwa 20%. Neben einer positiven Kursentwicklung der von uns allokierten Werte erwarten wir, in den kommenden Monaten zusätzlich von einem festeren US-Dollar zu profitieren.

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