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27.11.2014

20:24 Uhr

Musterdepots

Unternehmensbonds sind wieder attraktiv

Der Dax klettert die Leiter immer weiter nach oben. Aktien scheinen deswegen alternativlos zu sein. Doch ein Blick auf High-Yield-Unternehmensanleihen könnte sich lohnen, meint Daniel Hupfer. Die Musterdepots.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Unser Privatbankdepot unterscheidet sich von den anderen beiden, hier im Handelsblatt gezeigten Strategien, unter anderem dadurch, dass wir auch Anleihen in unser Depot beimischen. Derzeit beträgt der Anteil festverzinslicher Wertpapiere einschließlich der ETFs auf spanische Staatsanleihen, auf Schwellenländeranleihen und auf sogenannten High-Yield-Unternehmensanleihen fast 35 Prozent.

Der Vorteil einer Berücksichtigung von Anleihen besteht darin, dass ein solches Portfolio weniger schwankungsanfällig ist als ein reines Aktiendepot. Dies führt dazu, dass die Rendite einer Anlage im Verhältnis zum eingegangenen Risiko (gemessen durch das sogenannte Sharpe-Ratio) in der Regel besser ausfällt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aber auch der Blick allein auf die Rendite zeigt, dass das Gesamtergebnis des Depots in diesem Jahr mehr als beachtlich ist. Dazu hat auch die sehr positive Wertentwicklung der Anleihen beigetragen, die von der Fokussierung auf längere Restlaufzeiten und etwas höhere Kreditrisiken profitiert haben.

Neben unseren Unternehmensanleihen hat sich insbesondere das ETF auf die spanischen Staatsanleihen sehr positiv entwickelt. Dies liegt zum einen daran, dass sich in Spanien die beschlossenen Reformen positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken. So hat die Wettbewerbsfähigkeit des Landes in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Vor allem aber profitieren spanische Anleihen ebenso wie die aus anderen europäischen Peripherieländern von der Aussicht darauf, dass die EZB im nächsten Jahr Staatsanleihen aufkaufen könnte.

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