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10.09.2014

20:39 Uhr

Musterdepots

US-Anleihen bieten höhere Renditen

Die Autoren der Handelsblatt-Musterdepots beobachten täglich das Börsengeschehen. Heute im Fokus: Die höheren Renditen von US-Unternehmensanleihen und der schwächelnde Euro-Kurs.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Unsere aktuelle Quote an Anleihen und Anleihefonds beträgt derzeit etwa 34 Prozent des Gesamtdepots. Zuletzt haben wir einen börsengehandelten Fonds erworben, der in auf US-Dollar lautende Unternehmensanleihen mit einem Rating unterhalb Investment-Grade investiert. Der Fonds ist sehr stark diversifiziert, die zehn größten Positionen machen keine fünf Prozent des Fondsvolumens aus. Darunter befinden sich Anleihen von bekannten Unternehmen wie dem US-Autobauer Chrysler, dem Ketchup-Hersteller Heinz oder dem auf Online-Zahlungssysteme spezialisierten Anbieter FirstData.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die meisten Unternehmen sind allerdings weniger bekannt, kommen aber schwerpunktmäßig aus den USA. Aufgrund der aktuell guten Konjunkturentwicklung in den USA und dem nach wie vor günstigen Refinanzierungsumfeld, selbst für bonitätsschwache Unternehmen, halten wir ein solches Investment in Hochzinsanleihen trotz des höheren Risikos für attraktiv. Die durchschnittliche Rendite der gehaltenen Anleihen beträgt etwa 5,5 Prozent. Zusätzlich halten wir die Wahrscheinlichkeit für eine weitere US-Dollar-Aufwertung gegen den Euro für hoch.

Die modifizierte Duration des Fonds liegt bei nur etwa 3,7, so dass eine potenzielle Zinswende im kommenden Jahr in den USA nicht so belastend auf den Fonds wirken sollte. Aufgrund des höheren Risikos betrachten wir diese Investition nicht als „buy and hold“ Investment. In dem Moment, wo die US-Konjunktur an Dynamik verliert, werden wir einen Verkauf in Erwägung ziehen, da sich dann die Risikoprämien für Hochzinsanleihen wieder ausweiten sollten.

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