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09.08.2015

16:38 Uhr

Musterdepots

US-Märkte vor neuer Rally?

Die Konjunktur der USA hat sich nach ihrem Schwächeanfall zum Jahresbeginn wieder etwas erholt. Grund genug für Daniel Hupfer wieder auf steigende Kurse zu hoffen. Wie nachhaltig die Erholung ist, bleibt aber abzuwarten.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Anfang des Jahres sah es so aus, als wenn die US-Wirtschaft am Beginn einer größeren Schwächephase stehen könnte. Zwar waren viele überraschend schlechte Konjunkturdaten durch den extrem kalten Winter verzerrt, doch konnten nicht alle enttäuschenden Daten mit dem Wetter erklärt werden.

So lag der Verdacht nahe, dass hinter dem Rückgang der wirtschaftlichen Dynamik ein größeres Problem stecken könnte; auch die US-Notenbank äußerste sich dementsprechend vorsichtig und ließ offen, wann es zu einer ersten Zinserhöhung im Laufe des Jahres kommen könnte.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Inzwischen sieht es aber so aus, als wenn sich die Lage stabilisiert – von einer beginnenden Rezession kann jedenfalls keine Rede sein. Aufgrund der sich stabilisierenden Konjunktur und der soliden US-Berichtssaison trauen wir den amerikanischen Aktienmärkten weitere Kursgewinne zu. Wir halten daher an unserem US-Aktienexposure in Höhe von gut 16 Prozent fest.

Zur Prognose des Konjunkturverlaufs in den USA schauen wir auf die Entwicklung einer Vielzahl von Früh- und Stimmungsindikatoren, die wir zu einer Gesamtkennzahl zusammengefasst haben. Aktuell konnte der Rückgang der Daten im Frühling gestoppt werden. Es bleibt aber zu hoffen, dass sich nicht die Geschichte von 2007 wiederholt. Damals folgte einem vergleichbaren Zwischenhoch eine signifikante Wirtschaftskrise. Dieses Szenario halten wir im Moment aber für ausgesprochen unwahrscheinlich, zumal die Gewinne von US-Unternehmen schon seit vielen Monaten keine negative Gewinnrevisionsdynamik mehr aufweisen.

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