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20.10.2014

19:36 Uhr

Musterdepots

US-Unternehmen toppen die Erwartungen

Die Berichtssaison nimmt Fahrt auf und in den USA haben bereits 80 Unternehmen aus dem S&P 500 ihre Zahlen vorgelegt. Die Mehrheit konnte die Erwartungen der Analysten schlagen – was allerdings nicht schwer war.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks berichten derzeit über die Geschäftsentwicklung des dritten Quartals. Während in Europa noch nicht viele Berichte vorgelegt wurden und daher die Aussagekraft noch gering ist, sieht dies in den USA anders aus. Aus dem S&P 500 haben bereits knapp 80 Unternehmen ihre Ergebnisse präsentiert. Von diesen konnten etwa 67 Prozent die Erwartungen der Analysten schlagen, sodass die aktuelle Berichtssaison wieder einmal ordentlich verläuft.

Einziger Wermutstropfen ist allerdings die Tatsache, dass die Analysten in den vergangenen Monaten ihre Gewinnerwartungen für das abgelaufene dritte Quartal immer weiter gesenkt hatten, so dass die Messlatte für die Unternehmen nicht mehr sonderlich hoch liegt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Neben dem Abgleich zu den Erwartungen der Analysten ist aus unserer Sicht aber auch der Blick auf die absolute Entwicklung der Umsätze und Gewinne wichtig, die in den USA zumindest weiterhin leicht steigend sind. Vor dem Hintergrund der nicht mehr günstigen Aktienmarktbewertung in den USA ist dies eine wichtige Voraussetzung für weiter steigende Kurse.

Ein Blick auf die Gewinnausweise der einzelnen Branchen zeigt derzeit deutliche Unterschiede. So konnten sämtliche vorgelegte Berichte der US-Pharma- und Industriefirmen im dritten Quartal positiv überraschen, während das Bild bei den Energie- und Finanzdienstleistungsunternehmen stark eingetrübt ist. Die von uns direkt gehaltenen US-Werte US Bancorp und CVS Health berichten am 22.10. beziehungsweise am 5.11. Wir gehen bei beiden Unternehmen von guten Berichten aus.

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