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13.11.2014

20:08 Uhr

Musterdepots

Value-Investoren brauchen einen langen Atem

Alexander Kovalenko hat schon früh auf den Papierproduzenten UPM Kymmene gesetzt – mit Erfolg. Nach fast einem Jahr konnte die Aktie fast 60 Prozent zulegen. Und das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der finnische Papierproduzent UPM Kymmene hat am Donnerstag ein weiteres Kostensenkungsprogramm angekündigt. Das Programm zielt auf eine Einsparung von rund 150 Millionen Euro, was etwa 1,5 Prozent des Umsatzes entspricht, und soll bis Ende 2015 realisiert werden. Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Reduzierung der Produktionskapazitäten in vier Werken, sowie die Streichung von rund 550 Stellen. Die Bekanntgabe wurde von den Börsianern sehr gut aufgenommen. Die Aktie stieg im Tageshandel um bis zu plus sechs Prozent.

Die Analysten weisen auf eine erfolgreiche Kostensenkungshistorie des finnischen Unternehmens hin. Erst vor kurzem wurde ein anderes Sparprogramm einen Monat vor Plan abgeschlossen. Dadurch konnte der Gewinn um zirka 200 Millionen Euro gesteigert werden. Die UPM-Aktie hat seit der Musterdepotauflage rund zehn Prozent zugelegt.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auf unserer Empfehlungsliste befindet sich der Titel bereits seit August 2012 und ist ein gutes Beispiel dafür, wie geduldig ein Value-Investor sein muss. Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der breite Markt die Qualität dieses unterbewerteten Unternehmens erkannt hat. Für uns hat sich das Warten gelohnt: Seit der Aufnahme auf die Empfehlungsliste ist die UPM-Aktie um fast 60 Prozent gestiegen (inklusive Dividenden) und hat den Vergleichsindex um mehr als 20 Prozent geschlagen.

Deutliche Kurssteigerungen konnte in den letzten Wochen Uwe Freier bei seinem „ETF-Werte des ICAX“-wikifolio erzielen. Die Anlagestrategie fokussiert sich auf die Unternehmen der Internet-Content-Branche. Das wikifolio befindet sich derzeit auf dem All-Zeit-Hoch mit einer Performance von zirka 73 Prozent seit Auflage im Oktober 2012.

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