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24.07.2014

21:25 Uhr

Musterdepots

Verfehlte Erwartungen werden hart bestraft

Musterdepot-Autor Daniel Hupfer hält trotz der schwachen Zahlen an BASF fest und begründet dies mit markttechnischen Faktoren. Seiner Meinung nach ist der Aufwärtstrend beim Chemieriesen noch intakt.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

BASF hat die Zahlen für das zweite Quartal bekannt gegeben. Leider konnten die Ergebnisse die Börsianer nicht überzeugen. Die Aktie reagierte in einem positiven Börsenumfeld mit einem Verlust von zirka zwei Prozent. In der Summe steigerte das Unternehmen die Produktion, blieb aber in den Kennzahlen Umsatz und Gewinn hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Auf Jahresbasis wuchs der Quartalsumsatz dennoch um ein Prozent und das Ebit sogar um 14 Prozent.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Als Grund für die Abweichung gibt das Unternehmen Wechselkursschwankungen und ein geringeres Wirtschaftswachstum an. Hier zeigen sich auch die Auswirkungen eines starken Euros im ersten Halbjahr 2014. Das Management erwartet für das Gesamtjahr nunmehr einen leicht rückläufigen Umsatz, während aber der Gewinn noch leicht gesteigert werden soll. In der Summe sind das für uns solide Quartalsergebnisse, und wir halten an dem Titel weiter fest. Mit einem KGV von 14 und einer Dividendenrendite von mehr als drei Prozent sind die Aktien von BASF moderat bewertet und lassen weitere Kursgewinne erwarten.

Unternehmen, welche die Erwartungen verfehlen, werden in diesen Tagen deutlich abgestraft. Da mag sicherlich die zum Teil zu hohen Erwartungen der Analysten eine der Ursachen sein. In einer derartigen Situation schauen wir in einem weiteren Schritt auf die Markttechnik. Die Aktie von BASF hat schon in den Tagen zuvor zur Schwäche geneigt und notiert aktuell an der 200 Tage-Linie, welche eine erste Unterstützung bieten sollte. Weiter gibt es einen intakten Aufwärtstrend. Erst wenn die Marke von 80 Euro je Aktie deutlich unterschritten wird gibt es aus unserer Sicht Handlungsbedarf.  

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