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12.10.2014

10:06 Uhr

Musterdepots

Vielsagendes Schweigen

Nach dem Zwölf-Monats-Tief beim Dax wundert sich Georgios Kokologiannis nur augenscheinlich über die plötzliche Stille einiger Experten. Und Daniel Hupfer warnt vor einem überhasteten Ausstieg aus dem Aktienmarkt.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Seltsam still geworden ist es um die Börsenexperten, die selbst bei einem fünfstelligen Dax-Stand noch zum Einstieg in den Aktienmarkt geblasen haben. Vor wenigen Wochen hieß es noch Dividendenpapiere seien für praktisch jeden Anleger alternativlos – wenn auch: zugegebenermaßen „nicht mehr ganz billig“.

Hauptargument damals: Die Renditeaussichten für Anleihen seien noch schlechter als bei Aktien. Konjunkturelle Warnsignale, die es in Europa seit Anfang des Jahres immer wieder gab, wurden als „vorübergehende Ausreißer“ und „nicht überzuinterpretierende Dellen“ abqualifiziert.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Nach dem jüngsten Einbruch am Aktienmarkt müssten sich die bisherigen Dauer-Optimisten jetzt eigentlich erst recht überschlagen mit erneuten Kaufempfehlungen – zumal die Renditen am Anleihemarkt zeitgleich weiter geschrumpft sind. Stattdessen üben sich die (Ex?-)Bullen in vornehmer Zurückhaltung - und hüllen sich in vielsagendes Schweigen.

Ich sehe mich bestätigt in meiner defensiven Depotausrichtung, die ich bereits seit Auflegung des Musterportfolios verfolge: Während der Dax mittlerweile knapp neun Prozent unter seinen Stand vom Anfang dieses Jahres eingebrochen ist, liegt das Handelsblatt-Depot mit über sieben Prozent komfortabel im Plus. Zudem hat es sich seit dem Start im Januar mehr als dreimal stärker entwickelt als der europäische Benchmark-Index Stoxx 50 – bei gleichzeitig erheblich geringeren Wertschwankungen.

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