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13.11.2016

18:00 Uhr

Musterdepots

Vom Freihandelsgegner zum Hoffnungsträger

Georgios Kokologiannis hält die jüngste Rally an den Aktienmärkten trotz eines milderen Donald Trumps nicht für nachhaltig. Vor allem die protektionistische Wirtschaftspolitik sei weiterhin ein Problem.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtEs sind teils dieselben Experten, die zuvor Horrorszenarien für die Börsen bei einem Wahlsieg Trumps skizziert hatten, die nun völlig gegensätzliche Prognosen aus dem Hut zaubern: Der Freihandelsgegner wird zum Hoffnungsträger uminterpretiert – wegen seiner Steuersenkungs- und Ausgabenpläne.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ich halte die jüngste Erleichterungs-Rally an den Aktienmärkten dennoch für nicht nachhaltig: Den fiskalischen Impulsen müssen Risiken einer protektionistischen Wirtschaftspolitik gegenübergestellt werden. Zudem steigt die Inflationsgefahr und damit die Wahrscheinlichkeit für bald deutlich höhere US-Leitzinsen.

Sollten die Aktienkurse in Europa und den USA in den kommenden Tagen neue Anläufe in Richtung ihrer Übertreibungsbereiche starten, werde ich das Musterdepot daher noch stärker auf ein Auslaufen der Hausse ausrichten. In einem ersten Schritt würde ich in diesem Szenario die bereits vorhandenen Bestände an Absicherungsprodukten aufstocken.

Falls etwa Dax noch einmal das bisherige Jahreshoch bei knapp mehr als 10.800 Punkten überwinden sollte, werde ich Reverse-Bonuszertifikate zukaufen, die sich auf dem deutschen Aktienindex beziehen (WKN: CD0EYZ). Denn sie entwickeln sich tendenziell entgegengesetzt zur hiesigen Börse. Die Papiere liefern einen Ertrag von mindestens zehn Prozent, falls die Rally endgültig versiegt - oder der Dax bis Juni 2017 sogar deutlich fällt.

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