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12.06.2015

12:37 Uhr

Musterdepots

Von US- zu EU-Hochzinsanleihen

Daniel Hupfer hat seine US-Hochzinsanleihen verkauft. Den Erlös hat er im selben Segment in Europa investiert. Die europäische Konjunktur sei vielversprechender. Bei den US-Papieren heißt es dagegen: Gewinne sichern.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Wie in den vergangenen Wochen bereits häufiger kommentiert, haben wir uns gestern von den US-Hochzinsanleihen getrennt. Mit dem Verkauf des iShares USD High Yield ETF haben wir einen Gewinn von etwa sieben Prozent realisiert. Den Verkaufserlös haben wir im europäischen Hochzinsanleihen-Segment wieder reinvestiert. Hintergrund für diese Transaktionen ist unsere Einschätzung, dass die aktuelle Konjunkturdynamik in Europa höher ist, als in den USA.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zudem liegt ein Schwerpunkt des US-amerikanischen Hochzinsanleihen-marktes auf dem Energiesektor, der durch den gefallenen Rohölpreis derzeit kräftig unter Druck steht. Auch wenn dort die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen nach wie vor gering ist, sind Ausweitungen der Risikoprämien nicht auszuschließen. Wir sichern vor diesem Hintergrund unsere Gewinne.

Mit dem Erwerb des iShares Euro High Yield Corporate Bond ETF bleiben wir im Segment der Unternehmensanleihen mit weniger guter Bonität investiert. Da sich die europäische Konjunktur auf einem, wenn auch schwachen, Wachstumspfad befindet, sollte die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen tendenziell weiterhin rückläufig sein. Zudem ist der Fonds über insgesamt 471 aktuell gehaltenen Anleihen hochgradig diversifiziert, so dass der Ausfall einer einzelnen Anleihe einen geringen Einfluss auf die Gesamtwertentwicklung hat. Die Rendite liegt aktuell bei 3,8 Prozent.

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