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11.12.2015

19:21 Uhr

Musterdepots

Vor der Fed-Entscheidung kein Risiko eingehen

Viele Anleger sind nervös. Das liegt an fallenden Ölpreisen, allgemeinen Konjunktursorgen und der bevorstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Doch Musterdepot-Autor Alexander Kovalenko bringt das nicht aus der Fassung.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Am Freitag der vergangenen Woche haben die internationalen Aktienmärkte erneut deutlich nachgegeben. Aufgrund des weiterhin fallenden Ölpreises und der allgemeinen Konjunktursorgen waren die Anleger nervös und reduzierten ihre Aktienexposures. Viele Marktteilnehmer sind außerdem wegen der bevorstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed etwas verunsichert und möchten derzeit kein Aktienrisiko eingehen.

Derartige Kursvolatilitäten bleiben für unser Musterdepot natürlich nicht spurlos, bringen uns jedoch nicht aus dem Gleichgewicht. Die Investitionsquote des Aktienkernportfolios wird emotionslos von einem im Hintergrund laufenden Wertsicherungssystem gesteuert, während wir uns komplett auf die Selektion der Einzeltitel konzentrieren.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Derzeit sind wir laut System noch relativ weit von einem Verkaufssignal entfernt. Auf die Investitionsquoten der Ziel-wikifolios haben wir dagegen keinen Einfluss, sie werden ausschließlich von jeweiligen Managern bestimmt. Derzeit sind vier von fünf Ziel-wikifolios voll oder stark investiert. Nur Sebastian Reese hält bei seinem „SR wisdom capital spekulativ“-wikifolio aktuell rund 75 Prozent Liquidität.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.12.2015, 08:30 Uhr

Mich bringt das auch nicht aus der Fassung.

Denn wer wie ich, seit ca. 50 Jahren regelmäßig in Aktien investiert hat, kann über solche Wasserstandsmeldungen nur müde lächeln.
Ich kaufe seit Jahrzehnten nur die internationalen Prämiummarken, freue mich über die Dividende und mache nie Verluste.

Denn nur wer Verluste realisiert der macht wirklich Verluste.

Bei Schwäche wird einfach nachgekauft, denn die Anlage in Aktien ist alternativlos.

DANKE HBO, dass man hier wieder mal einen Kommentar schreiben durfte, das fehlt mir doch sehr!

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