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10.04.2014

20:09 Uhr

Musterdepots

„Vorsatz oder Fahrlässigkeit?“

Die Autoren sind über den Richtungswechsel der Fed verwundert. Allerdings bewerten sie diesen Schritt unterschiedlich. Janet Yellen will die milliardenschweren Anleihekäufe doch noch länger fortsetzen als geplant.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die amerikanischen Aktienmärkte haben die Schwäche der letzten Tage nahezu wieder ausgeglichen. Am Mittwochabend half die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed. Aussagen mehrerer Mitglieder des Offenmarktauschusses, dass die jüngste Projektion der Fed die Geschwindigkeit der Leitzinserhöhungen wohl überzeichne, halfen den Aktienmärkten auf die Sprünge.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In Europa sorgte die Ankündigung Griechenlands für Beachtung, nach mehr als vierjähriger Abstinenz am Kapitalmarkt eine fünfjährige Anleihe begeben zu wollen. Die gelungene Platzierung der Anleihe wird das Vertrauen der Anleger in die europäische Peripherie stärken, so dass das Kapitel Eurokrise zunehmend in den Hintergrund tritt. Letzteres ist aber auch auf die Reformen zurückzuführen, die in vielen Staaten der Peripherie angegangen worden sind und sich zunehmend auf die Stabilität der Länder positiv auswirken.

Die sehr erfolgreiche Emission der fünfjährigen Griechenlandanleihe (Rendite: 4,95 Prozent per anno) zeigt den noch immer unvermindert anhaltenden Anlagedruck sehr deutlich. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf drei Milliarden Euro und hätte der griechische Staats alle vorhandenen Zeichnungsangebote der Anleger akzeptiert, wäre das Volumen der Anleihe auf mehr als 20 Milliarden Euro angewachsen. Das Risiko eines erneuten Kapitalschnittes wird von den Anlegern in den Hintergrund gedrängt, denn die Probleme in Griechenland sind keinesfalls gelöst. Zudem waren sicherlich einige Trader dabei, die auf kurzfristige Kursgewinne spekulieren, aber ein großer Teil der Anleger wird diese Anleihe auch über einen längeren Zeitraum halten.

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