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08.02.2015

13:25 Uhr

Musterdepots

Vorsicht vor zu viel Optimismus

Aktuelle Indikatoren machen einen guten Eindruck, der schwache Euro und der niedrige Ölpreis lassen hoffen. Doch warnt Georgios Kokologiannis für zu großer Euphorie. Die guten Nachrichten sind nämlich nicht neu.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die deutsche Industrie scheint ihre Durststrecke hinter sich zu lassen. Nachdem sich in den vergangenen Monaten schon die wichtigsten Frühindikatoren, wie der Ifo- oder der ZEW-Index, deutlich erholt haben, kommen nun auch von der realwirtschaftlichen Seite Signale, die diese Tendenz bestätigen. So sind die deutschen Auftragseingänge im Dezember um 4,2 Prozent gegenüber dem Vormonat angestiegen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dabei gingen sowohl aus dem Inland (plus 3,4 Prozent) als auch aus dem Ausland (plus 4,8 Prozent) mehr Bestellungen ein. Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass vor allem aus der Eurozone mehr Aufträge eingingen – und das zum zweiten Mal in Folge. Insofern sieht es so aus, als ob der konjunkturelle Tiefpunkt durchschritten wurde und sich die konjunkturelle Dynamik in der nächsten Zeit wieder verbessert.

Unsere Prognose für das Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes in Deutschland von 1,6 Prozent lassen wir derzeit noch unverändert, aber dank des gesunkenen Ölpreises und des niedrigeren Euro könnte das Wachstum in diesem Jahr auch eine Rate von zwei Prozent erreichen.

Mit den letzten Transaktionen haben wir die Aktienquote in unserem Depot wieder in Richtung 70 Prozent erhöht. Dies spiegelt unsere nach wie vor positive Sicht auf die Aktienmärkte wider. Ein gutes Drittel der Aktienquote fällt dabei auf deutsche Unternehmen, so dass wir unsere konstruktive Meinung zur deutschen Konjunktur auch konsequent im Depot abbilden.

Die restlichen Zweidrittel der Aktien teilen sich wie folgt auf: 30 Prozent US-amerikanische Aktien, 30 Prozent europäische Aktien ex Deutschland und etwa 6 Prozent asiatische Aktien.

Kommentare (1)

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Celo Abdi

09.02.2015, 13:13 Uhr

Soeben habe ich für einen kleinen sechsstelligen Betrag (<1% meines Vermögens) einen ETF auf griechische Aktien gekauft.

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