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03.07.2014

20:50 Uhr

Musterdepots

Wall Street ist und bleibt die Weltbörse

Die US-Konjunktur kommt allmählich in Fahrt – darauf deuten jedenfalls die Arbeitsmarktdaten. Davon profitieren die Aktienmärkte wie der Dow Jones – und die Musterdepots. Was die Autoren vom Wachstum in den USA halten.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die Analysten der Intesa Sanpaolo Bank haben eine interessante Studie in Bezug auf die italienische Volkswirtschaft veröffentlicht. In den letzten Quartalen wurde die Rezession aus den Jahren 2012-13 zwar überwunden, das BIP-Wachstum stagniert aber seit dem dritten Quartal 2013 bei plus-minus null Prozent. Die Berichtsautoren konnten aber positive Signale von einigen Sektoren erkennen, die auf eine spürbare Erholung in den nächsten Quartalen hoffen lassen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zum einen erwarten sie, dass die italienische Binnennachfrage wachsen wird. Das Konsumentenvertrauen hat im Mai den höchsten Stand seit vier Jahren dank langsam steigendem verfügbarem realem Einkommen erreicht. Es hat sich noch nicht unmittelbar in höhere Ausgaben transformiert, dies wird allerdings bis Ende 2014 erwartet. Darüber hinaus gehen die Analysten der italienischen Bank davon aus, dass die Firmeninvestitionen in Maschinen und Ausrüstung steigen werden.

Aktuell liegen die Investitionen in der Relation zum BIP auf einem rekordverdächtig niedrigen Niveau von etwa 17 Prozent. Eine Reversion-to-Mean Bewegung in Richtung des historischen Durchschnitts von 20 Prozent würde einen soliden Beitrag zum BIP-Wachstum leisten. Positive Signale gibt es auch aus dem Exportsektor, wo die Ausfuhren in die EU-Nachbarländer allmählich nachziehen. Alles in allem prognostizieren die Experten ein Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent bis 0,5 Prozent für die viertgrößte europäische Volkswirtschaft. Wir unsererseits erwarten, dass der immer noch deutlich unterbewertete italienische Aktienmarkt von dieser Erholung profitieren und überdurchschnittliche Renditen in den nächsten Jahren abwerfen wird. In unserem Musterdepot sind zwei italienische Titel vertreten – Telekom Italia und Eni -, die sich bisher sehr erfreulich entwickelt haben.

Kommentare (1)

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Herr Arthur Dent

04.07.2014, 10:07 Uhr

@Hr. Kokolore: Na, wie ist es, als Perm-Bear von nüchtern denkenden Konkurrenten performancemäßig deutlich abgehängt zu werden?

Und endlich scheinen Sie zu merken, dass Analystenmund nicht immer Wahrheit kund tut - Überraschung!

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