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19.08.2014

20:51 Uhr

Musterdepots

Wann gewinnen die Bullen die Oberhand?

Der Dax kann sich kurzfristig erholen, aber für eine echte Rally fehlen noch gute Wirtschaftsdaten aus Europa. Besser sieht es dagegen in den USA aus. Unser Kommentator ist deshalb dort stärker engagiert.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Heute wurden keine relevanten Makrodaten veröffentlicht und auch auf der Seite der Unternehmensnachrichten gab es keine kursbewegenden Informationen. Wir haben in den letzten zwei Börsentagen eine Erholung an den Aktienmärkten gesehen. Die Frage die sich uns nunmehr stellt ist, wie weit eine derartige Gegenbewegung reichen kann. Beziehungsweise ab wann gewinnen die Bullen wieder die Oberhand?

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Gemessen am Dax ist hier sicherlich der Bereich von 9.400 bis 9.500 Punkte zu nennen. Bis dahin kann man von einer kurzfristigen Erholung sprechen. Erst jenseits der oberen genannten Marke gewinnen die Bullen wieder die Oberhand. Dafür werden aber auch überraschend gute Wirtschaftsdaten benötigt und die waren  in den letzten Tagen besonders aus  Europa eher selten.

In den USA dagegen sieht der Blick auf die Charttechnik besser aus. Hier liegen bei den wichtigen Indizes wie dem Dow Jones oder dem S&P 500 die Höchstmarken wieder in Sichtweite. Die Korrektur ist dort aufgrund des robusten Wirtschaftswachstums geringer als in Europa ausgefallen und die kurzfristige Erholung ist auch schon weiter fortgeschritten. Wir sehen uns daher mit dem relativen Übergewicht in den USA gut aufgestellt.

Sollte die Erholung am deutschen Aktienmarkt bei circa 9.400 Punkten beendet sein, droht eine erneute Abwärtsbewegung mit möglichen neuen Jahrestiefstkursen bei bis zu 8.500 Punkten. Selbst in diesem Fall wäre der im Jahr 2011 gelegte Aufwärtstrend deutscher Aktien jedoch noch nicht in Gefahr. Dieses negative Chartszenario halten wir derzeit für wenig wahrscheinlich und überlegen in den Phasen schwacher Börsenkurse unsere Aktienanteile eher wieder zu erhöhen.

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