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10.02.2015

19:38 Uhr

Musterdepots

Wann kommen die Rücksetzer?

Unsere Autoren sind nicht gerade in Bullen-Stimmung. Georgios Kokologiannis hält sich an die Ratschläge vom Börsen-Guru Warren Buffett und macht sich auf Rücksetzer gefasst. Auch die Hellas-Debatte bereitet Sorgen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Warren Buffett soll sich gegen einen Rückschlag an der Wall Street wappnen. Das berichten derzeit US-amerikanische Fachportale im Internet. Hintergrund sei, dass einer der für den Starinvestor wichtigsten Börsenindikatoren Alarm schlage: Buffet nutzt das Verhältnis von Aktienmarkt-Kapitalisierung zum Brutto-Inlandsprodukt (BIP), um Übertreibungen zu erkennen. Und momentan liegt der Quotient aus dem Wilshire 5000 Index, der alle börsengehandelten US-Unternehmen umfasst, und dem BIP bei einem Rekordwert von über 1,3.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zum Vergleich: Zur Jahrtausendwende - kurz vor dem Platzen der Internetblase - lag diese Kennzahl bei etwa 1,18. Und unmittelbar vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise betrug der Quotient 1,02. Während des anschließenden Crashs brach der Indikator ein bis auf einen Wert von rund 0,57. Das zeigen online einsehbare Aufzeichnungen der Fed von St. Louis – das ist die regionale Notenbank des US-Bundesstaates Missouri.

Multimilliardär Buffet ist jedoch nicht der einzige, der den weltweit taktgebenden US-Aktienmarkt inzwischen äußerst kritisch beäugt: So haben Experten des Fondsanbieters Fidelity Anfang der Woche bekanntgegeben, die bisherige Übergewichtung von US-Aktien verringert zu haben.

Zwar blieben die USA die Lokomotive der weltweiten Erholung, US-Unternehmen korrigierten ihre Gewinnprognosen jedoch zunehmend nach unten. Zudem hätten sich die Wirtschaftsdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt jüngst abgeschwächt.

Auch die Analysten der DZ-Bank warnen Anleger: Die Experten weisen in einer aktuellen Studie darauf hin, dass sich die Prognosen der US-Konzerne für das laufende Quartal im freien Fall befinden. Der Konsens gehe inzwischen von einem Gewinnrückgang in der Größenordnung von einem Prozent aus. Vor wenigen Monaten sei dagegen noch ein prozentualer Anstieg im zweistelligen Bereich erwartet worden.

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