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11.05.2015

16:04 Uhr

Musterdepots

War die Kurskorrektur nur ein Ausrutscher?

Daniel Hupfer ist überzeugt, dass sich an den Rahmenbedingungen der Dax-Hausse nichts gerändert hat. Der Leitindex bleibt nach seinen Verlusten auf einem Wachstumspfad. Georgios Kokologiannis sieht das ganz anders.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die jüngste Korrektur an den Aktienmärkten betrifft vor allem Europa. Während der Dax und der Euro Stoxx 50 deutliche Kurseinbußen zu verzeichnen hatten, bewegt sich der S&P-500 in US-Dollar gerechnet nach wie vor auf Rekordständen. Wir halten es für wahrscheinlich, dass es vor allem ausländische Investoren waren, die ihre (währungsgesicherten) Positionen in Europa reduziert haben. Dabei dürften vor allem technische Gründe wie Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt haben.

Fundamental sehen wir – abgesehen von der bereits angesprochenen Schwäche der US-Konjunkturdaten sowie schwächerer Zahlen aus China – nur wenig überzeugende Argumente für den Abverkauf deutscher und europäischer Aktien. So wird immer wieder angeführt, dass europäische Aktien aufgrund des stärkeren Euro nun weniger attraktiv als zuvor wären. Schließlich war der starke deutsche und europäische Aktienmarkt zuvor auch mit einem fallenden Euro einhergegangen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch hier droht eine Verwechslung zwischen Korrelation und Kausalität. Denn der fallende Euro ist vor allem eine Folge der expansiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die weiterhin fortgeführt wird. Diese wirkt jedoch nicht nur über eine Schwächung des Außenwertes der gemeinsamen Währung, sondern aktuell auch über bessere Refinanzierungskonditionen für die Unternehmen, eine höhere Kreditvergabe sowie steigende Geldmengenaggregate.

Zudem bleibt der Euro gegenüber dem US-Dollar auch bei einem Stand von aktuell etwa 1,11 deutlich günstiger als zu Jahresbeginn (1,20 US-Dollar je Euro) oder als vor einem Jahr (1,39 US-Dollar je Euro), was sich über einen längeren Zeitraum in den Unternehmensgewinnen zeigen wird.

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