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04.05.2014

13:03 Uhr

Musterdepots

Warnsignal für erfahrene Anleger

Übernahmespekulationen sorgen für gute Stimmung an den internationalen Börsen und treiben die Aktienkurse. Aber wenn die Käufer mit Aktien statt in „Cash“ bezahlen ist Vorsicht angebracht. So wie derzeit.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

DüsseldorfÜbernahmespekulationen sorgen derzeit für gute Stimmung an den Aktienmärkten und treiben die Kurse. So möchte beispielsweise der US-Pharmakonzern Pfizer seinen britischen Rivalen Astra-Zeneca kaufen, Bayer ist an einer Produktsparte von Merck & Co interessiert und Siemens konkurriert mit General Electric um die Energiesparte von Alstom.

Insgesamt wurden in diesem Jahr laut dem Wirtschaftsdienst Bloomberg bisher Übernahmen und Fusionen im Wert von 1,3 Billionen US-Dollar verhandelt. Das ist ein Volumenanstieg von 42 Prozent gegenüber 2013 und der höchste Wert für das erste Jahresdrittel seit 2007.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Für erfahrene Anlagestrategen ist das ein Warnsignal: In der Vergangenheit war es oft so, dass Wendepunkte gegen Ende von Überhitzungsphasen an den Börsen durch Übernahmewellen gekennzeichnet waren. Vor allem wenn der Käufer einen Großteil mit eigenen Aktien bezahlt ist Vorsicht angebracht. So wie derzeit.

Während laut Angaben der DZ-Bank 2007 noch zwei Drittel aller Übernahmen in „Cash“ bezahlt worden sind, finden in diesem Jahr Übernahmen gegen Bares nur noch bei jeder zweiten Transaktion statt. Damit ist die Quote der Übernahmen sprunghaft angestiegen, bei denen mit eigenen Aktien bezahlt wird.  Und das kann ein Hinweis darauf sein, dass schon die Anteilsscheine des übernehmenden Unternehmens zu hoch bewertet sind.

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